Finale Festlegung zur Horizontalen Kostenwälzung (Gas)

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Die Bundesnetzagentur hat am 22.06.2016 die Festlegung zur horizontalen Kostenwälzung im Gas beschlossen.

Mit dem Ziel der verursachungsgerechten Verteilung der Kosten im Fernleitungsnetz sieht die Festlegung nun ein Verfahren vor, bei dem jeder Fernleitungsnetzbetreiber seine Kosten im Verhältnis der gebuchten und bestellten Kapazitäten auf die Ein- und Ausspeisekapazitäten verteilt. Auf der Ausspeiseseite bildet dann jeder Fernleitungsnetzbetreiber auf der Basis dieses Entry-Exit-Splits die Entgelte. Die Kosten- und Kapazitätsbuchungen auf der Einspeiseseite werden über alle Fernleitungsnetzbetreiber im Marktgebiet aggregiert und ein einheitliches Entgelt für alle Einspeisepunkte ermittelt. Diese Aufgabe soll entweder der MGV, einer der Fernleitungsnetzbetreiber oder ein beauftragter Dritter durchführen.

Die Festlegung tritt zum 01.01.2018 in Kraft. Der Festlegung vorangegangen waren seit 2013 diverse methodische Ansätze zur sachgerechten Ermittlung der Ein- und Ausspeiseentgelte. Der nun vorliegende finale Stand unterscheidet sich inhaltlich kaum vom letzten Entwurf. Hervorzuheben ist jedoch, dass die Festlegung zum 01.01.2018 und nicht wie vormals vorgesehen zum 01.01.2017 in Kraft tritt.