Daseinsvorsorge International

Internationales Engagement

Daseinsvorsorge ist in Deutschland auf hohem Niveau selbstverständlich. Das Wasser kommt direkt und trinkbar bis ins Haus, Strom fließt so zuverlässig, dass Uhren danach gestellt werden und Abfallbehälter werden geleert, wenn sie voll sind. Im globalen Vergleich ist das außergewöhnlich gut. Vielerorts ist Wasser, wenn es denn bis zum Haus kommt, nicht trinkbar, die Zeiten in denen Strom fließt sind kürzer als die, in denen keiner fließt und die Umwelt ist weithin sichtbar mit Abfällen belastet. Das Wissen und die Erfahrungen der deutschen kommunalen Unternehmen sind deshalb in der Entwicklungspolitik außerordentlich wertvoll. In Projekten, Partnerschaften und in Austauschen  können sie dazu beitragen, dass die Betreiber vor Ort im Globalen Süden zu Experten ihrer eigenen Infrastruktur werden und die Daseinsvorsorge nachhaltig verbessert wird. So leisten die kommunalen Unternehmen eine wichtigen Beitrag zu entwicklungspolitischen Zielen und zur langfristigen Daseinsvorsorge, auch hier in Deutschland. Denn sie fördern durch ihr Engagement auch die Gesundheit globaler Kreisläufe, von denen wir abhängen.

Auf diesen Seiten möchten wir das internationale Engagement der kommunalen Unternehmen vorstellen, aktuelle Informationen zur Verfügung stellen und alle Interessierten auf dem Weg zum eigenen Engagement unterstützen.

Um fast 17%

Ist der Zugang zu Elektrizität weltweit von 1993 bis 2018 gestiegen.

Quelle: Weltbank

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Bundesminister Dr. Gerd Müller ©Michael Gottschalk/Photothek.net

Know-how aus Deutschland für eine bessere Daseinsvorsorge weltweit

Grußwort von Bundesminister Dr. Gerd Müller, MdB

Sauberes Wasser, zuverlässiger Strom und regelmäßige Müllentsorgung. Was für uns in Deutschland selbstverständlich ist, ist in vielen Entwicklungsländern die Ausnahme. Aber zunehmend engagieren sich deutsche kommunale Unternehmen, um die öffentliche Daseinsvorsorge auch in diesen Ländern zu verbessern. [...]

2015 hat die Weltgemeinschaft 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung beschlossen, die „Agenda 2030“. In diesem „Weltzukunftsvertrag“ geht es darum, globale Herausforderungen wie Klimawandel, nachhaltigen Konsum, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit gemeinsam zu meistern.

Kommunen sind Schlüsselakteure für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit. Ihnen kommt bei der Umsetzung der Agenda 2030eine entscheidende Rolle zu: sie stellen den Zugang zu elementaren öffentlichen Dienstleistungen sicher. Städte und Kommunen stehen weltweit vor ähnlichen Herausforderungen und können daher viel voneinander lernen.

Die deutschen kommunalen Unternehmen haben ihren Partnern in Entwicklungsländern umfangreiches Wissen und Können zu bieten. Ein Beispiel: Essen, Pflanzenreste und andere organische Abfälle machen einen großen Teil des Mülls im tunesischen Bizerte aus. Mit Unterstützung der Stadtentsorgung Rostock wird der Müll nun getrennt gesammelt; die organischen Abfälle werden kompostiert und in einer Baumschule wieder verwendet. So wird mit deutscher Unterstützung aus Müll ein Wertstoff, der vor Ort genutzt werden kann.

Aber Kommunen profitieren auch selbst von einem internationalen Engagement. Denn ihre Beschäftigten bewähren sich in außergewöhnlichen und sinnstiftenden Projekten – das motiviert und bestätigt die kommunalen Unternehmen als verantwortungsbewusste Akteure. Wir im Bundesentwicklungsministerium möchten Kommunen in ihrem entwicklungspolitischem Engagement unterstützen.

Die Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ bei Engagement Global bietet kommunalen Unternehmen daher vielfältige und passgenaue Förder- und Mitmachangebote. So gelingt das kommunale Engagement für nachhaltige Entwicklung, in Deutschland und international! So können auch Sie lokal handeln und global wirken!

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©Marina Larina/stock.adobe.com

VKU reicht mit Partnern Projektidee für PREVENT Abfall-Allianz ein

Wie kann die Kreislaufwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern gestärkt werden? Für diese Frage sollten die Mitglieder der PREVENT Abfall-Allianz im „Call for Solutions“ Lösungen präsentieren. Zusammen mit Partnern möchte der VKU die tunesische Stadt Bizerte beim Aufbau eines kommunalen Abfallwirtschaftsunternehmens unterstützen.

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