Daseinsvorsorge International

Internationales Engagement

Daseinsvorsorge ist in Deutschland auf hohem Niveau selbstverständlich. Das Wasser kommt direkt und trinkbar bis ins Haus, Strom fließt so zuverlässig, dass Uhren danach gestellt werden und Abfallbehälter werden geleert, wenn sie voll sind. Im globalen Vergleich ist das außergewöhnlich gut. Vielerorts ist Wasser, wenn es denn bis zum Haus kommt, nicht trinkbar, die Zeiten in denen Strom fließt sind kürzer als die, in denen keiner fließt und die Umwelt ist weithin sichtbar mit Abfällen belastet. Das Wissen und die Erfahrungen der deutschen kommunalen Unternehmen sind deshalb in der Entwicklungspolitik außerordentlich wertvoll. In Projekten, Partnerschaften und in Austauschen können sie dazu beitragen, dass die Betreiber vor Ort im Globalen Süden zu Experten ihrer eigenen Infrastruktur werden und die Daseinsvorsorge nachhaltig verbessert wird. So leisten die kommunalen Unternehmen eine wichtigen Beitrag zu entwicklungspolitischen Zielen und zur langfristigen Daseinsvorsorge, auch hier in Deutschland. Denn sie fördern durch ihr Engagement auch die Gesundheit globaler Kreisläufe, von denen wir abhängen.

Auf diesen Seiten möchten wir das internationale Engagement der kommunalen Unternehmen vorstellen, aktuelle Informationen zur Verfügung stellen und alle Interessierten auf dem Weg zum eigenen Engagement unterstützen.

Publikation: Die deutsche Kommunalwirtschaft in der internationalen Zusammenarbeit

KOMMUNAL VERANKERT, WELTWEIT ENGAGIERT

Anlässlich der 15. Bundeskonferenz der Kommunalen Entwicklungspolitik hat der VKU am 14. Juni 2021 eine Broschüre zum kommunalwirtschaftlichen Engagement vorgestellt. »Kommunal verankert, weltweit engagiert« ist das Motto einer steigenden Anzahl von kommunalen Unternehmen, die vor allem in den Ländern des Globalen Südens aktiv sind. Dabei stehen Austausch und Know-how-Transfer im Mittelpunkt der Partnerschaften. Diese sollen mit der Broschüre gefördert und weiteren kommunalen Unternehmen, Politik und interessierter Öffentlichkeit der Zugang zu den Themen kommunaler Ent-wicklungszusammenarbeit ermöglicht werden.

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Gute Gründe für ein entwicklungspolitisches Engagement

Verantwortung in der Welt

Globale Herausforderungen kennen keine Grenzen

Globale Probleme machen nicht vor nationalen Grenzen halt. Herausforderungen wie der Klimawandel oder die Vermüllung der Meere verdeutlichen dies auf dramatische Weise. Globale Interdependenzen führen dazu, dass wir auch bei uns mittelbare Folgewirkungen spüren. Umgekehrt können wir aber auch bei der Lösung globaler Herausforderungen aktiv mitwirken: Think global, act local!

Beitrag zur Erreichung der Ziele der Agenda 2030

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen definiert 17 Nachhaltigkeitsziele für eine umweltverträgliche gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung weltweit. In sechs dieser Ziele können kommunale Unternehmen einen direkten Beitrag leisten, bspw. in den Bereichen Wasser, Energie und nachhaltige Stadtentwicklung. Mittelbar kann die Kommunalwirtschaft auch die Erreichung weiterer Ziele erheblich begünstigen.

Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort und Fluchtursachenbekämpfung

Die Schaffung und Verbesserung einer tragfähigen und nachhaltigen Daseinsvorsorge in Schwellen- und Entwicklungsländern trägt unmittelbar zu einer Verbesserung der Versorgungs- und Lebensbedingungen der Menschen vor Ort bei. Das entwicklungspolitische Engagement ist somit ein wichtiges Werkzeug zur Bekämpfung von Armut und weiterer Fluchtursachen.

Nachhaltigkeit vor Ort aktiv mitgestalten

Nachhaltigkeit beginnt bei uns vor Ort. Viele Kommunen betrachten ihre Planungen, Entscheidungen und Aufgabenerfüllungen bereits ganzheitlich und richten diese an Nachhaltigkeitskriterien aus. Ob auf dem Gebiet der Energieeffizienz, des Umweltschutzes oder der nachhaltigen Beschaffung – kommunale Unternehmen können hier einen zentralen Beitrag in ihrer Kommune und ihrer Region leisten.
Sustainable development concept

Vorteile für kommunale Unternehmen

Inertnationaler Wissens- und Erfahrungsaustausch

Der Erfahrungsaustausch mit Betreibern in Entwicklungs- und Schwellenländern ist keine Einbahnstraße. Auch deutsche kommunale Unternehmen können in diversen Bereichen vom Wissen internationaler Partner profitieren und neue Erfahrungen machen. Beispielsweise im Umgang mit Extremwetterereignissen oder in der Anwendung neuer Technologien.

Spannende und sinnstiftende Projekte

Im Zusammenhang eines entwicklungspolitischen Engagements können kommunale Unternehmen im Rahmen eigener Präferenzen und Möglichkeiten spannende Projekte initiieren und umsetzen. Darüber hinaus können kommunale Arbeitgeber interessierten und motivierten Angestellten sinnstiftende Projekte in einem internationalen Umfeld bieten.

Weiterbildung und Interkulturelle Kompetenz

Ein entwicklungspolitisches Engagement fördert internationalen und interkulturellen Austausch. Damit verbunden können kommunale Unternehmen nicht nur die interkulturelle Kompetenz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken, sondern auch Sprachkompetenzen steigern und eine fachliche und persönliche Weiterentwicklung fördern.

Öffentliches Image des Unternehmens

Die Kommunalwirtschaft steht in besonderer Weise für Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung. Mit einem entwicklungspolitischen Engagement können kommunale Unternehmen dieses Image unterstreichen und Erfahrungen aus der internationalen Zusammenarbeit sowie aus internationalen Partnerschaften gewinnbringen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit einsetzen.
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Attraktivität als Arbeitgeber

Das Rennen um die besten Köpfe läuft. Mit einem entwicklungspolitischen Engagement können sich kommunale Unternehmen von anderen Arbeitgebern abheben, indem sie interessierten Fachkräften eine Mitarbeit in internationalen Projekten bieten und Auslandsaufenthalte in Aussicht stellen können.

Neues aus der kommunalwirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit

©kriss75/stock.adobe.com

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Afrika kann zum grünen Kontinent der erneuerbaren Energien werden. Das zeigt eine neue Studie im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums. Um das Potenzial des afrikanischen Kontinents ausschöpfen zu können, braucht es aber Investitionen in die Infrastruktur und ein umfangreiches entwicklungspolitisches Engagement.

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