BMU Spurenstoffstrategie geht in die entscheidende Phase Reduktion während gesamten Produktionszyklus erforderlich

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Das Bundesumweltministerium (BMU) hat am 21. Februar 2018 die 2. Phase des Stakeholder-Dialogs „Spurenstoffstrategie des Bundes“ gestartet und den VKU erneut eingeladen, sich hieran zu beteiligen. In dieser Phase sollen die Empfehlungen des Policy Papers der 1. Phase vom Juni 2017 weiter konkretisiert werden. Die Konkretisierung erfolgt in vier Arbeitsgruppen (AG 1 – Festlegung relevanter Spurenstoffe, AG 2 – Maßnahmen bei der Herstellung, AG 3 – Maßnahmen bei der Anwendung, AG 4 – Orientierungsrahmen Abwasser), deren Ergebnisse anschließend im übergeordneten „Stakeholder-Forum“ beraten und beschlossen werden.

Am 22. Juni 2018 und am 19. Oktober 2018 haben die ersten beiden Steuerungsveranstaltungen des Dialogs stattgefunden. Dabei wurden alle Beteiligten über den Stand der Arbeiten der jeweiligen Arbeitsgruppen informiert und deren Ergebnisse diskutiert und konsolidiert.

In einem Schreiben an das Bundesumweltministerium hat sich der VKU zusammen mit anderen Verbänden der Wasserwirtschaft nochmals dafür eingesetzt, dass alle relevanten Akteure und Verursacher der Einträge zu deren Reduktion ihren Beitrag leisten müssen, um die Spurenstoffproblematik in Deutschland und damit den Schutz der Ressourcen zur Trinkwasserversorgung zu verbessern. Der von einigen Akteuren geforderte flächendeckende Bau einer 4. Reinigungsstufe auf Kläranlagen stellt jedoch keine Lösung dar. Kosten und Nutzen der Maßnahme stehen in einem deutlichen Missverhältnis zueinander. Der Bau einer solchen Reinigungsstufe kann daher nur im Einzelfall und aufgrund einer besonderen regionalen Gefährdung ein Baustein zur Problemlösung sein.

Neben dem Spurenstoffdialog findet am 22./23. Januar 2019 in Berlin ein Finanzierungssymposium statt. Hier soll diskutiert werden, wie Maßnahmen zur Reduzierung von Spurenstoffen in die Gewässer finanziert werden können. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die Abwasserabgabe als mögliches Finanzierungsinstrument gesetzt. Die Veranstaltung richtete sich an Mitglieder des Stakeholder-Dialogs und weitere Interessierte. Der VKU wird im Rahmen des Symposiums die Position der kommunalen Abwasserwirtschaft zur Reform der Abwasserabgabe einbringen. 

Für die Zusammenfassung der Ergebnisse der einzelnen AG‘s findet am 24. Januar 2019 eine abschließende Steuerungsveranstaltung statt. Beendet wird der Stakeholder-Dialog mit der Präsentation der Arbeiten im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am 19. März 2019 in Berlin.

Weitere detaillierte Informationen zum derzeitigen Stand des Spurenstoffdialoges finden Sie im geschlossenen Mitgliederbereich.