BMWE hatte zum Runden Tisch zum Netzanschluss von Biomethan geladen – VKU beantwortet Folgefragen
Am 10. Juni 2026 fand ein vom BMWE initiierter „Runder Tisch Biomethan“ zum Netzanschluss von Biomethananlagen statt. Eingeladen waren die beteiligten Bundesministerien, die BNetzA, Landesministerien, Fraktionsreferenten, Forschungseinrichtungen und Verbände.
Vorab hatte das BMWE ein Optionenpapier verteilt. Darin stellt das BMWE zwei Leitplanken zur Diskussion: 1. Regionale Steuerung des Zubaus von Biomethanerzeugungsanlagen und 2. Kosteneffizienter Netzanschluss.
Nach dem Runden Tisch hat das BMWE eine Fragensammlung an die Stakeholder mit der Bitte um Stellungnahmen verteilt.
VKU-Antworten in Kürze:
VKU empfiehlt systemische Planung statt Bottom-up: Aufbau eines Biomethan-Zielnetzes auf Basis gemeinsamer Daten aller Akteure
Vorgehen in 4 Schritten: Biomethan-Basisnetz → Zielnetz → Regionen → Integration in individuelle Netzplanung
Herstellung Netzanschluss sollte überwiegend Aufgabe des Netzbetreibers bleiben, da es kaum Vorteile bei Eigenbau durch Anlagenbetreiber gibt
Es sollte mehr Flexibilität bei Verfügbarkeit des Netzanschlusses (statt verbindlicher 96%-Vorgabe für den NB) geben, dies ist standortindividuell zu regeln
Frage der Kostenteilung für Netzanschluss: VKU diskutiert Lösungen mit relativem Schwellenwert oder Matrix-Ansatz: jedenfalls keine fixen Mindest-einspeisemengen, sondern Berücksichtigung weiterer Faktoren
Weitere Forderungen: Fortführung der Biogas-Kostenwälzung, vollständige Kostenanerkennung, Verlängerung der Übergangsregelung