Vertreter der Kreislaufwirtschaft treffen sich in Brüssel Der VKU bringt sich auf der dritten „Circular Economy Stakeholder Conference“ ein

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Am 6. und 7. März 2019 hat die dritte "European Circular Economy Stakeholder Conference" der EU-Kommission und des europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) in Brüssel stattgefunden. Diesjähriges Thema der zweitägigen Veranstaltung war: "Resultate für die Kreislaufwirtschaft liefern - Was sind die nächsten Schritte?". Dazu sprachen und diskutierten drei EU-Kommissare, Abgeordnete des Europa-Parlaments sowie Vertreter der EU-Mitgliedstaaten. Auch Teilnehmer einiger Städte und Regionen haben ihre Kreislauf-Strategien auf der Konferenz vorgestellt. Insgesamt haben rund 600 Stakeholder der Kreislaufwirtschaft teilgenommen.

Grundlage der Konferenz war der Circular Economy Action Plan der EU - "Den Kreislauf schließen" - und vor allem die Fragen: Was werden die nächsten politischen Maßnahmen in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft sein? Wie können diese Maßnahmen zur Erreichung der 2030 Sustainable Development Goals beitragen. Am ersten Tag begrüßte Karmenu Vella, Kommissar für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei die Teilnehmer der Konferenz. Frans Timmermanns, Vizepräsident der EU-Kommission, hob die positive Resonanz der Mitgliedstaaten und Bürger in Bezug auf die Einschränkung und Vermeidung von Plastikabfällen bzw. -produkten hervor. Elżbieta Bieńkowska, Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU, betonte den Stellenwert der Kreislaufwirtschaft für das Wirtschaftswachstum der Europäischen Union.

Auf einer Podiumsdiskussion diskutieren unter anderem Adina-Ioana Vălean, die Vorsitzende des Umweltausschusses des Europa-Parlaments, und Ismo Tiainen, Vertreter des finnischen Umweltministeriums, über den Circular Economy Action Plan; insbesondere darüber, welche weiteren Maßnahmen von EU-Seite benötigt werden und wie der Kreislauf auf nationaler Ebene tatsächlich geschlossen werden kann.

Der zweite Tag der Konferenz, organisiert durch den EWSA und der European Circular Economy Stakeholder Platform, wurde interaktiv gestaltet. Die Stakeholder konnten sich in acht verschiedenen Workshops über Erfolge und zukünftige Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft austauschen. Folgende Punkte wurden besonders intensiv diskutiert: wirksame Umsetzungsstrategien, die Rolle der Verbraucher, der Beitrag der Kreislaufwirtschaft zum Erreichen der Klimaziele, die gesellschaftliche Dimension und wie Fortschritte in der Umsetzung gemessen werden können. Außerdem wurden Innovationen, öffentliche Vergabe und "bio-circular villages" intensiv diskutiert.

Von Seiten des VKU nahmen Günther Langer, Vorsitzender des Fachausschusses Europa, und Christina Overmeyer, Leiterin EU-Politik und Verbände im VKU-Büro Brüssel, teil und brachten in die Diskussionen die Sicht der deutschen Kommunalwirtschaft ein. Die European Circular Economy Stakeholder Platform soll auch zukünftig eine wichtige Plattform bieten, auf der sich alle Stakeholder der Kreislaufwirtschaft zu unterschiedlichsten Themen austauschen und vernetzen können.