Nachhaltig Engagiert: Kommunale Unternehmen präsentieren eindrucksvolle Projekte Lokale, regionale und globale Aktivitäten für nachhaltige Entwicklung

Als Beitrag zur Europäischen Woche der Nachhaltigen Entwicklung organisierte der VKU am 24. September die digitale Veranstaltung „Nachhaltig Engagiert – lokal, regional, global“. Im Vorfeld zur Veranstaltung gab es reges Interesse insbesondere aus der Mitgliedschaft und dem Netzwerk des VKU: Über 80 Teilnehmer nahmen an der digitalen Veranstaltung teil.

Spannenden Beiträge, Referentinnen und Referenten waren der Grund für das hohe Interesse. Unternehmensvertreter, Praktiker und Amtsträger gewährten interessante Einblicke in ihre lokalen, regionalen und internationalen Projekte. Besonders in Erinnerung geblieben ist dabei der Beitrag von Holger Matthäus, Umwelt- und Bausenator der Universitäts- und Hansestadt Rostock, der die Partnerschaft seiner Heimatstadt mit der tunesischen Stadt Bizerte vorstellte – zwei Hafenstädte, die viel voneinander lernen. Seine Präsentation machte greifbar, was eine Stadt als Ganzes alles in der internationalen Zusammenarbeit leisten kann. Damit ist in diesem Fall tatsächlich die gesamte Stadt gemeint: In Rostock arbeiten neben der Stadtverwaltung auch die Universität, der Bundestagsabgeordnete, die Stadtentsorgung und etliche Rostocker Unternehmen intensiv an der Partnerschaft mit Bizerte.

Kommunen und kommunale Unternehmen setzen internationale und innovative Projekte vor Ort um

Als Entsorger einer Welt- und Hansestadt wusste auch die Stadtreinigung Hamburg mit internationalen Projekten zu beeindrucken. Das kommunale Unternehmen, vertreten durch seine Leiterin Innovation Britta Peters, unterhält Partnerschaften in alle Welt, unter anderem nach Dar es Salaam in Tansania. Zusammen mit der Stadt Hamburg setzt die Stadtreinigung dort wegweisende Projekte zur Abfallwirtschaft um. Neben dem entwicklungspolitischen Engagement betonte Peters vor allem den doppelten Nutzen von internationalen Forschungsprojekten für die Hamburgerinnen und Hamburger. Denn die profitieren vor Ort von den Lösungen für globale Herausforderungen wie den Klimawandel. Zudem ermöglichen Förder- und Forschungsprojekte, dass in Hamburg wegweisende Projekte umgesetzt werden, die den Schritt in die Umsetzung ohne die Unterstützung nicht geschafft hätten.

Expertinnen für Nachhaltigkeitsnetzwerke geben Einblicke

Bei einer spannenden Podiumsdiskussion standen drei ausgewiesene Nachhaltigkeitsexpertinnen für Antworten rund um Nachhaltigkeitsnetzwerke zur Verfügung:

  • Christine Mesek, Verbandsvorsteherin des Abwasserzweckverbandes Südholstein
  • Claudia Zempel vom Städteverband Schleswig-Holstein 
  • Cordula Wellmann von RENN.nord

Sie konnten nicht nur überzeugend darstellen, warum Engagement für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) wichtig ist. Sie hatten auch starke Antworten auf Fragen parat, wie: „Wie baue ich ein Netzwerk auf?“ und „Wie nutze ich Netzwerke?“.

Direkt im Anschluss wurde es dann konkret: Henrik Manthey von der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern und Jessica Baier von der Servicestelle Kommune in der Einen Welt stellten verschiedene Unterstützungs- und Förderangebote für Kommunen und kommunale Unternehmen vor, die sich für die Nachhaltigkeitsziele oder in internationalen Projekten engagieren wollen.

Aufgrund technischer Probleme war es uns zum Schluss leider nicht vergönnt, den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Norbert Barthle MdB, zu begrüßen. Schlussendlich konnte gerade aufgrund der qualitativ hochwertigen Beiträge und der guten Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine positive Bilanz gezogen werden: Direkt im Anschluss zur Veranstaltung gingen die ersten Vernetzungsanfragen beim VKU ein und noch während der Veranstaltung wurde angeregt, dass der VKU ähnliche Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit in Zukunft häufiger anbietet. Darüber nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch den Chat rege: Viele Fragen und Kontaktdaten wurden ausgetauscht. Begleitet wurde die Veranstaltung, auch aus dem TeilnehmerInnenkreis, über Social Media.