VKU positioniert sich zum Auslaufen der Kohleverstromung in Deutschland Klare Regeln schaffen Planungssicherheit

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Die große Koalition hat sich in ihrem Koalitionsvertrag zu den Klimazielen 2020, 2030 und 2050 bekannt. Sie hat sich darauf geeinigt, eine Kommission „Wachstum, Struktur-wandel und Beschäftigung“ einzusetzen. Diese soll bis Ende 2018 ein Aktionsprogramm erarbeiten, das einen Plan zum Ende der Kohleverstromung inklusive Abschlussdatum beinhalten soll.

Die große Koalition hat sich in ihrem Koalitionsvertrag zu den Klimazielen 2020, 2030 und 2050 bekannt. Sie hat sich darauf geeinigt, eine Kommission „Wachstum, Struktur-wandel und Beschäftigung“ einzusetzen. Diese soll bis Ende 2018 ein Aktionsprogramm erarbeiten, das einen Plan zum Ende der Kohleverstromung inklusive Abschlussdatum beinhalten soll.

Der VKU begrüßt, dass die große Koalition die Frage der Kohleverstromung strukturiert diskutieren und so sichere Rahmenbedingungen für den Umbau des konventionellen Kraftwerksparks schaffen möchte.

Der VKU möchte diesen Prozess mitgestalten und hat deshalb am 8. März 2018 seine Vorschläge für den Umbau des konventionellen Kraftwerksparks veröffentlicht. Dieser braucht ein ganzheitliches Konzept, das Klimaschutz und Versorgungssicherheit für Strom und Wärme berücksichtigt. Daraus ergibt sich, dass nicht beliebige Kapazitäten aus dem Netz gehen sollten, sondern die Kraftwerke, die die emissionsintensivste Stromerzeugung haben. Das zentrale Kriterium ist die spezifische CO2-Intensität pro Kilowattstunde. Und was heißt das konkret?

• Braunkohlekraftwerke müssen vor Steinkohlekraftwerken vom Netz gehen.

• Ausschließliche Stromerzeugungsanlagen müssen vor KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen) mit angeschlossener öffentlicher Wärmeversorgung vom Netz gehen.

Der VKU wird sich auf der Grundlage dieser Position in die weitere Diskussion einbringen und strebt einen Platz in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“ an. Kommunale Unternehmen können die Auswirkungen von Maßnahmen - wie z.B. die Stilllegung von Kraftwerken - auf die Versorgungssicherheit mit Strom und Wärme sowie auf die Verteilnetze aufgrund ihrer Verankerung in der Region besonders gut beurteilen.

Das Eckpunktepapier "Zur Zukunft des konventionellen Kraftwerksparks – Klimaschutz und Versorgungssicherheit in Einklang bringen" finden Sie hier.