Energieeffizienz-Netzwerke – Ein Instrument auch für Ihr Unternehmen?!

Der VKU unterstützt mit weiteren 21 Partnern sowie der Bundesregierung die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke. Gemeinsames Ziel ist, die Gründung von ca. 500 neuen Netzwerken bis Ende 2020 zu unterstützen. Eine Umfrage (2016) zeigt: 94 % der Unter-nehmen in einem Energieeffizienz-Netzwerk würden anderen Unternehmen die Teilnahme weiterempfehlen.

©BMWi

Die Bundesregierung geht davon aus, dass mittels der Netzwerkinitiative bis Ende 2020 ca. 5 Mio t. CO2 eingespart werden können. Diese Einsparziele hat die Bundesregierung u.a. bei der nationalen Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie in Ansatz gebracht.

Aktuell sind knapp 180 Netzwerke mit ca. 1.600 Unternehmen bei der Initiative registriert. Über den VKU sind bislang 13 Netzwerke mit fast 120 Unternehmen bei der Initiative angemeldet. Bezogen auf die Sparte Energie sind über 15 % der VKU-Mitgliedsunternehmen Akteur in einem Effizienznetzwerk.

Aktuelle Abschätzungen der ersten Monitoring-Runde zeigen, dass das von der Bundesregierung avisierte Einsparziel mit der Gründung von rund 500 neuen Netzwerken erreichbar ist.

Auch wenn die o.g. Umfrageergebnisse eine sehr hohen Weiterempfehlungsrate prognostizieren: Bis zur Zielerreichung liegt noch ein langer Weg vor der Initiative. Bis Ende 2020 müssen Stand heute noch ca. 320 Netzwerke initiiert werden. Das sind im Schnitt 32 Netzwerke pro Quartal!

Zentraler Anknüpfungspunkt für die VKU-Mitunterzeichnung der Initiative war die Verhinderung etwaiger alternativer ordnungspolitischer Vorgaben für die Unternehmen, wie z.B. die Einführung von Energieeffizienzverpflichtungssystemen. Dieser Punkt hat nach wie vor eine hohe Relevanz. So haben sich Europa und Deutschland ambitionierte Energie- und Klimaziele gesetzt. Gerade wurden in Brüssel die informellen Trilogverhandlungen zur Neufassung der EU-Energieeffizienzrichtlinie mit zahlreichen Verschärfungen abgeschlossen, wie z.B. Anhebung des EU-Energieeffizienzziels für 2030 in Höhe von 32,5 % oder die Einbeziehung des Verkehrssektors in die Bemessungsgrundlage der Einsparverpflichtung (vgl. hierzu VKU-Geschäftsführerbrief vom 09.07.2018).

Vor den geschilderten Hintergründen empfiehlt der VKU seine Mitgliedsunternehmen ausdrücklich, die Gründung oder die Teilnahme in einem Energieeffizienznetzwerk zu prüfen.

Für kommunale Energieversorgungsunternehmen bieten sich zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Gründung von Energieeffizienz-Netzwerken, wie z.B. die für 2019 wieder anstehende verpflichtende Durchführung von Energieaudits nach §§ 8 ff des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) für Nicht-KMU (gem. 2003/361/EG). Weiterhin kann mit der Implementierung von Energieeffizienz-Netzwerken ein Beitrag zur Erreichung kommunaler Klimaschutzkonzepte geleistet werden.

Netzwerkteilnehmer profitieren von der Teilnahme auf verschiedenen Ebenen, wie z.B. bei der flankierenden Unterstützung rechtlicher Vorschriften nach EDL-G (Energieaudits) oder durch einen Best-Practice-Sharing auf Mikro-Ebene mittels eines intensiven Fach- und Erfahrungsaustauschs mit anderen Unternehmen. Weiterhin kann durch die Identifikation und Hebung von Effizienzpotenzialen ein Beitrag zur Energiekostensenkung im Unternehmen geleistet werden.

Weitere Informationen zur Netzwerkinitiative finden Sie unter www.effizienznetzwerke.org.

Einen umfassenden Überblick über das Instrument Energieeffizienz-Netzwerke erhalten Sie auch auf den kostenlosen Regionalveranstaltungen der Netzwerkinitiative. Die nächsten Termine/ Orte finden Sie hier.

Möchten Sie einen Eindruck gewinnen, welche Netzwerktypen und Formen der Zusammenarbeit es gibt? Dann werfen Sie einen Blick in die druckfrische Best-Practice-Broschüre „Wie Unternehmen gemeinsam mehr erreichen - Erfolgreiche Energieeffizienz-Netzwerke stellen sich vor“.

Für Rückfragen und weitere Informationen können Sie sich auch gerne an die VKU-Landesgruppengeschäftsstellen wenden.