Jetzt ist Zähltag!

Immer mehr Menschen setzen sich im Rahmen der Kampagne für eine saubere Umwelt ein. In diesem Jahr ist zudem eine detaillierte Bestandsaufnahme der Abfälle an die Aktion gekoppelt, so dass hernach noch genauer gesagt werden kann, was und wo unsere Umwelt verschmutzt.

Die europaweite Aufräumkampagne "Let’s Clean Up Europe" startet in die vierte Saison. Zwischen Februar und Mai 2018 finden die einzelnen Aufräumaktionen statt, wobei in Deutschland der März als Hochzeit der Kampagne gilt. In Deutschland koordiniert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) diese Anti-Littering-Kampagne.

Das Wegwerfen oder Liegenlassen von meist kleinteiligen Abfällen außerhalb von Abfallbehältern – das sogenannte Littering – stellt vielerorts ein Problem für die Umwelt dar, erklärt der VKU in einer Pressemitteilung. VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp begrüßt das europaweit wachsende Engagement: "Let’s Clean Up Europe" mobilisiert erfolgreich gegen Littering. Die jährlich steigenden Teilnehmerzahlen dokumentieren eindrucksvoll die große Bedeutung der sauberen Umgebung in Städten und Gemeinden für unsere Lebensqualität.“

Dieses Jahr steht die Kampagne unter dem Motto "Jetzt ist Zähltag!". Die Bürgerinnen und Bürger sind nicht nur aufgerufen, ihre Städte aufzuräumen, sondern auch genau zu dokumentieren, was sie einsammeln. Mit diesen Daten möchte das Umweltbundesamt die Dinge identifizieren, die besonders häufig Parks und Gehwege verschmutzen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen sollen dann geeignete Maßnahmen erarbeitet werden, erläutert der Verband. Hasenkamp: "Gerade im Bereich To-go-Verpackungen sehen wir ein enormes Potenzial, mehr Abfall zu vermeiden. Viel zu häufig landen diese Einwegverpackungen im Straßenbild, was hohe Entsorgungskosten und Umweltschäden verursacht. Deshalb setzen bereits zahlreiche Kommunen auf Mehrweglösungen."

Europaweit haben 2017 rund 700 000 Menschen aus 30 Ländern Straßen, Parks und Natur von Abfall befreit. Allein in Deutschland sammelten etwa 247 000 Freiwillige 1.270 Tonnen Abfall. Das entspricht dem Gewicht von rund 57 Mio. To-go-Bechern.

Wo 2018 aufgeräumt und gezählt wird, zeigt die Aktionskarte.