Förderung für kommunale Klimaschutzmaßnahmen weiter ausgeweitet VKU informiert über Änderungen

Die Förderbedingungen für Maßnahmen des kommunalen Klimaschutzes werden weiter verbessert: Zusätzliche Mittel aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket ermöglichen Förderquoten von bis zu 100 Prozent und eine Anhebung von jeweils zehn Prozentpunkten in allen Förderschwerpunkten. Die einzelnen Änderungen finden Sie nachfolgend im Überblick.

Die geänderten Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI), die das BMU im Rahmen des Konjunktur- und Zukunftspakets erlassen hat, gelten ab 1. August 2020.

Bis Ende 2021 profitieren Antragsberechtigte der Kommunalrichtlinie sowie der Förderaufrufe „Klimaschutz durch Radverkehr” und „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte" von erhöhten Förderquoten. Im gleichen Zuge wird der erforderliche Eigenanteil reduziert – dafür hatte der VKU geworben. Für die Maßnahmen stellt der Bund 100 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.

Im Einzelnen:

  • Kommunalrichtlinie: Für alle Förderschwerpunkte, wie beispielsweise hocheffiziente Straßenbeleuchtung, Deponiegase in Siedlungsabfalldeponien, Klärschlammverwertung oder Rechenzentren, werden die Förderquoten jeweils um zehn Prozentpunkte erhöht. Finanzschwache Kommunen können bis zu 100 Prozent Förderung erhalten. Fördermittel im Rahmen der Kommunalrichtlinie können kommunale Akteure das ganze Jahr über beantragen.
  • Förderaufruf „Klimaschutz durch Radverkehr”: Das BMU gewährt künftig Zuschüsse bis zu 80 Prozent der Gesamtausgaben. Dies entspricht einer Steigerung um fünf Prozentpunkte. Finanzschwache Kommunen profitieren von Zuschüssen bis zu 100 Prozent.
  • Förderaufruf „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“: Die Förderquote wird von 70 auf bis zu 80 Prozent angehoben, für finanzschwache Kommunen auf bis zu 100 Prozent.

Die Antragsverfahren in den Förderaufrufen „Klimaschutz durch Radverkehr“ und „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ sind zweistufig: Projektskizzen können jeweils vom 1. März bis 30. April und vom 1. September bis 31. Oktober eingereicht werden. Aus allen Einreichungen werden die besten Projekte ausgewählt und zur Antragsstellung aufgefordert.

Weitere Informationen zu Änderungen nach dem Konjunktur- und Zukunftspaket und Ansprechpartner finden Sie auch unter https://www.vku.de/themen/umwelt/kommunalrichtlinie-foerdert-kommunale-klimaschutzprojekte/ (Stand: 1. Juli 2020).

  • Zu den Fördermöglichkeiten der NKI berät das Service- und Kompetenzzentrum:Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) telefonisch unter 030 39001-170 sowie per E-Mail an skkk(at)klimaschutz(dot)de.
  • Fragen zur Antragstellung und konkreten Förderanträgen beantwortet der Projektträger Jülich (PtJ) unter 030 20199-577 sowie per E-Mail an ptj-ksi(at)fz-juelich(dot)de.