Datenaustausch und Zusammenarbeit im urbanen Raum

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Wie können die vielfältigen Daten auf kommunaler Ebene anwendungsoffen und smart vernetzt werden, um neue Dienstleistungen für Bürger, lokale Wirtschaft, Verwaltung und kommunale Unternehmen zu entwickeln? Dieser Frage geht eine Studie von drei Fraunhofer Instituten im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) nach. Der VKU hat die Studie eng begleitet.

Eine Kommune produziert viele unterschiedliche Daten, vom Verkehr über den Wasserkonsum bis hin zum Wahlverhalten. Intelligent wird eine Stadt aber erst dann, wenn diese Daten miteinander verknüpft werden. Die drei Fraunhofer-Institute FOKUS, IAIS und IML haben im Auftrag des BMBF eine Studie erstellt, die die Datensituation in den vier ausgewählten Städten Bonn, Dortmund, Emden und Köln analysiert und die Daten auf ihre künftige Nutzbarkeit untersucht.

Zentrale Fragen waren dabei:

  • Was sind überhaupt urbane Daten?
  • In welchen Bereichen sind Datenbestände vorhanden?
  • Wie ist die Datenqualität, deren Zugänglichkeit und welche technischen Standards gibt es bereits?
  • Wie ist der Datenschutz geregelt und wie sind die Rechte an den Daten organisiert?
  • Welche Akteure haben Interesse am Datenaustausch?
  • Welche Anwendungsfälle sind sinnvoll?

       

Für eine verbesserte Nutzung und größere Verfügbarkeit urbaner Daten empfiehlt die Studie den Kommunen einen individuell ausgestalteten urbanen Datenraum, der auf einen gemeinsamen offenen Plattformkern für urbane Datenräume effizient und kostengünstig aufgesetzt werden kann. Die Studie kommt zudem zu dem Ergebnis, dass bestimmte kommunale Daten frei und kostenlos auf Open Data Portalen bereitgestellt werden sollen. Daneben muss aber auch die Möglichkeit bestehen, Daten kommerziell anzubieten. In der Studie wird beispielsweise aufgeführt, dass parkplatzbezogene Sensordaten in geringer Auflösung in 15-minütigen Intervallen für die Darstellung einer Parklage frei genutzt werden, während die entsprechenden Echtzeitdaten in hoher Auflösung zum Beispiel zur Entwicklung eines Parkplatzsuchassistenten gegen Entgelt angeboten werden.  

Der VKU unterstützt diese differenzierte Sichtweise und setzt sich für klare Regeln und ein Level-Playing-Field bei einem Rechtsrahmen für die Datennutzung ein. Daher hat der VKU auch die Studie begleitet und steht mit dem Fraunhofer FOKUS im engen Austausch zu den Ergebnissen.  

Die Studie ist hier abrufbar.