Termine August 2017

08.08.
VKU-Infotag: Effektives Controlling in Stadtwerken
22.08.
VKU-Infotag: Kompaktwissen Energiebeschaffung und -handel
23.08.
VKU-Infotag: Kompaktwissen Energievertrieb
24.08.
VKU-Infotag: Nachhaltigkeitsberichte erfolgreich erstellen
29.08.
VKU-Infotag: Digitale Geschäftsmodelle für Vertrieb und Handel
29.08.
VKU-Infotag: Grundlagen der Netzentgeltkalkulation Strom
30.08.
VKU-Infotag: Sekretariat und Assistenz in der Abfallwirtschaft
30.08.
VKU-Infotag: IT-Lösungen zur Digitalisierung der Energiewirtschaft
30.08.
VKU-Infotag: Kalkulation der Erlösobergrenze Strom 2018
31.08.
VKU-Infotag: Berechnung der Netzentgelte Gas
31.08.
VKU-Infotag: Digitalisierung im Verteilnetz

Wärmelieferung

Isolierte Rohrleitungen im Außenbereich des Heizkraftwerkes der Stadtwerke Leipzig

Im Vergleich zur Strom- und Gasversorgung weist der für Wärmelieferungen geltende Rechtsrahmen Besonderheiten auf. Die Wärmelieferung unterfällt zunächst nicht dem Anwendungsbereich des EnWG, da dieses nach § 1 Abs. 1 EnWG nur für die leitungsgebundene Strom- und Gasversorgung gilt. Daher gelten u.a. die §§ 36 und 38 EnWG über die Grund- und Ersatzversorgung und die §§ 46 und 48 EnWG über Wegenutzungsverträge und Konzessionsabgaben nicht für die Wärmeversorgung. Für Wegenutzungs- bzw. Konzessionsverträge in der Wärmeversorgung gibt und gab es auch keine kartellrechtlichen Sonderrechte. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass für Fernwärme ein öffentlich-rechtlicher Anschluss- und Benutzungszwang durch Kommunalsatzung angeordnet werden kann, wenn dies landesrechtlich in der Gemeindeordnung geregelt ist. Nach der Rechtsprechung des BGH handelt es sich schließlich in allen Fällen, in denen aus einer nicht im Eigentum des Gebäudeeigentümers stehenden Heizungsanlage von einem Dritten nach unternehmenswirtschaftlichen Gesichtspunkten eigen­ständig Wärme produziert wird und an andere geliefert wird, begrifflich um Fernwärme im Sinne der AVBFernwärmeV. Auf die Nähe der Wärmeerzeu­gungsanlage zu dem versorgten Ge­bäude oder das Vor­handensein eines vorgelagerten, leitungsgebundenen Fern­wärmeversorgungs­netzes kommt es hiernach für die Geltung der AVBFernwärmeV nicht an. (Fern)Wärme ist daher Wärme beliebiger Herkunft, die mit Hilfe eines Trägermediums (in der Regel Heizwasser oder Dampf) gewerblich aufgrund eines Vertrages gegen Entgelt geliefert wird und mit deren Lieferung keine mietvertraglichen Verpflichtungen des Wärmelieferanten erfüllt. Auf jede Form der Wärmelieferung findet die AVBFernwärmeV als Vertragsgrundlage Anwendung. Auch bei „Nahwärme“, „Wärmedirektservice“ oder „Contracting“ liegt „Fernwärme“ im Sinne der AVBFernwärme vor und der Wärmelieferant ist rechtlich Fernwärmeversorgungsunternehmen. 

Weitere Informationen zum Thema Wärmelieferung finden Sie im Mitgliederbereich.

 

 

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