Wetterextreme und die Folgen für die Wasserwirtschaft VKU positioniert sich zur Klimaanpassung

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Extreme Wetterereignisse können durch den Klimawandel in Deutschland weiter zunehmen. Kommunale Ver- und Entsorger planen die Auswirkungen zwar bereits heute ein, ihre Mittel und Möglichkeiten sind aber ökonomisch und rechtlich begrenzt. Der VKU zeigt auf, welche Änderungen für eine klimarobuste Ver- und Entsorgung notwendig sind.

2018 verzeichnete Deutschland ein extremes Trockenjahr, während in den Jahren davor extreme Niederschläge in vielen Teilen Deutschlands verheerende Auswirkungen hatten. Die Niederschläge im hydrologischen Winterhalbjahr (November 2018 bis April 2019) reichten vielerorts nicht aus, um das bestehende Defizit am Grundwasserdargebot auszugleichen. Aktuell zeigt der Dürreindex des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), dass die Bodenfeuchte in vielen Regionen weiterhin sehr niedrig ist.
Aufgrund der Klimaänderung prognostiziert die Klimaforschung eine Zunahme extremer Wetterereignisse. Der Weltklimarat (IPCC - Intergovernmental Panel on Climate Change) rechnet in seinem Sonderbericht 2018 (IPCC Special Report 2018: Global Warming of 1.5 °C.) bereits zwischen 2030 und 2052 mit einem Temperaturanstieg von 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau. Das Risiko für Dürre- und Starkregenereignisse kann daher auch in Deutschland weiter zunehmen.

Die kommunalen Trinkwasserversorger und Abwasserentsorger können bisher die Wetterextreme weitgehend so kompensieren, dass es nicht zu merklichen Ver- und Entsor-gungsausfällen kommt. Eine Verstetigung von Klimaextremen wie Hitze, Trockenheit und Starkregen wirkt sich allerdings dauerhaft auf sämtliche Handlungsbereiche der kommunalen Wasserwirtschaft aus, vom Dargebot über die Verteilung bis zur Entwässerung.

Der Leitausschuss Wasser/Abwasser reagiert mit dem Positionspapier „Klimaanpassung und kommunale Wasserwirtschaft“ auf die Herausforderungen der Klimaänderung. In vier Handlungsfeldern zeigen die Unternehmen auf, welche Rahmenbedingungen und Änderungen aus Sicht der kommunalen Wasserwirtschaft erforderlich sind. Hierzu gehören strategische Planungen und Konzepte, Finanzierung für Anpassungs- und Unterhaltungsmaßnahmen, Anpassung der Wasserrechte und Vorrang der öffentlichen Trinkwasserversorgung, interkommunale Zusammenarbeit sowie eine wassersensible Stadt und Freiraumentwicklung.

Weitere Informationen zum Thema Klimaanpassung und kommunale Wasserwirtschaft finden Sie auf der VKU Landingpage: www.vku.de/klimaanpassung