Kritische Infrastrukturen
Position des VKU zur Zukunft kritischer Infrastrukturen

Der Schutz kritischer Infrastrukturen braucht eine neue Partnerschaft zwischen Staat und Betreibern. Mit dem Policy Paper „Resilienz stärken. Versorgung sichern.“ formuliert der VKU zehn Forderungen, um diese Partnerschaft zu stärken und die Versorgung auch in Krisen zu sichern.

29.10.26

Die sicherheitspolitische Lage in Deutschland hat sich grundlegend verändert mit Folgen für unsere kritische Infrastruktur. Bundesaußenminister Wadephul drückt es treffend aus: „Die kritische Infrastruktur ist eine Frontlinie der geopolitischen Auseinandersetzung.“ 

Die Bedrohungen sind auch in Deutschland vielfältig: Während Cyberangriffe schon lange zur Tagesordnung gehören, kamen in den letzten Jahren zunehmend physische Sabotageakte hinzu. Die großen Fälle waren der Anschlag in Berlin Anfang des Jahres, der versuchte Anschlag auf den Flughafen Leipzig und schließlich eine größere Anschlagserie im September diesen Jahres auf Umspannkraftwerke in ganz Deutschland. Die Steigerung der Resilienz von kritischen Infrastrukturen ist deshalb das Gebot der Stunde. 

Doch die kommunalen Unternehmen als Betreiber kritischer Infrastrukturen können die wachsenden Herausforderungen nicht allein bewältigen. Es braucht einen Staat, der Informationen über Bedrohungen und Risiken frühzeitig und verlässlich mit den Betreibern teilt, klare Prioritäten setzt und die notwendigen politischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen schafft.  

Resilienz ist keine Aufgabe einzelner Akteure. Sie ist ein gemeinsames Projekt für ein sicheres und handlungsfähiges Deutschland. 

Resilienz bedeutet dabei mehr als Schutz. Entscheidend ist, kritische Dienstleistungen auch in Krisen aufrechtzuerhalten, Störungen zu begrenzen und die Versorgung nach einem Ausfall schnell wiederherzustellen. Widerstandsfähigkeit und Regenerationsfähigkeit müssen deshalb gleichermaßen gestärkt werden. 

Der VKU fordert deshalb eine neue Partnerschaft zwischen Staat und Betreibern kritischer Infrastrukturen: Verantwortlichkeiten müssen klar geregelt, Informationen systematisch ausgetauscht, Risiken gemeinsam bewertet und die Vorsorge aufeinander abgestimmt werden. Nur so bleibt Deutschland auch in Krisen handlungsfähig.  

Vor diesem Hintergrund hat der VKU ein Policy Paper mit dem Titel „Resilienz stärken. Versorgung sichern.“ erarbeitet. Dieses Papier, das die Position des VKU zur Zukunft kritischer Infrastrukturen mit 10 Forderungen beschreibt, finden Sie hier.