VKU zu KASPAR: Standardisierung von Gas-Kapazitäten soll Interne Bestellung unberührt lassen VKU richtet sich mit klarem Statement an BNetzA im Festlegungsverfahren zur KASPAR

placeholder ©Scanrail/stock_adobe_com

Mit dem Festlegungsverfahren zu KASPAR will die Bundesnetzagentur Kapazitätsprodukte im Fernleitungsnetz vereinheitlichen, um den Netzzugang zu erleichtern. VKU fordert, dass die Interne Bestellung explizit ausgeschlossen wird.

Die Bundesnetzagentur hat am 28. Juni 2018 ein Festlegungsverfahren zur Standardisierung von Kapazitätsprodukten (Kapazitätsproduktestandardisierung „KASPAR“, BK7-18-052) eingeleitet. Ziel sind Vereinfachungen und Harmonisierungen bei den Kapazitätsprodukten für Gas; KASPAR adressiert damit explizit die Fernleitungsnetzbetreiber. Der Festlegungsentwurf enthält konkrete Vorschläge für die Anpassung der Regelung zum Zugang zu Kapazitäten an Kopplungspunkten. Die derzeit herrschende Vielzahl von Kapazitätsprodukten (feste frei zuordenbare Kapazität (FZK), unterbrechbare frei zuordenbare Kapazität (uFZK), beschränkt zuordenbare Kapazität (BZK), dynamisch zuordenbare Kapazität (DZK) und bedingt feste frei zuordenbare Kapazität (bFZK)) soll zwar eine effiziente Nutzung des Gasnetzes ermöglichen, ist aber auch undurchsichtig und erschwert den Netzzugang.

Die Vereinfachung der verschiedenen Produkte ist aus Sicht der Beschlusskammer 7 notwendig, um einen effizienten Netzzugang – auch vor dem Hintergrund der für Oktober 2021 anstehenden Marktgebietszusammenlegung und des Network Code on Capacity Allocation Mechanisms – zu gewährleisten. Die Marktbeteiligten erhielten bis zum 24. August 2018 die Gelegenheit, zu den Festlegungsgegenständen Stellung zu nehmen.

Der VKU hat sich mit einem Anschreiben zu dem Festlegungsverfahren geäußert. Darin fordert er eine Klarstellung, dass die Interne Bestellung der Verteilnetzbetreiber von den Effekten von KASPAR unberührt bleibt.

Der VKU wird das weitere Verfahren begleiten. Sollten zukünftige Entwicklungen von KASPAR die Verteilnetzebene direkt betreffen, wird der VKU offensiv Kritik üben.