Pooling-Positionspapier der Regulierungsbehörden

placeholder ©David GALLARD/stock.adobe.com

Im Positionspapier der Regulierungsbehörden werden Klarstellungen in Bezug auf die Auslegung der Pooling-Vorschriften des § 17 Abs. 2a StromNEV vorgenommen.

Die Bundesnetzagentur hat gemeinsam mit den Landesregulierungsbehörden zahlreiche Klarstellungen in Bezug auf die Auslegung der Pooling-Vorschriften des § 17 Abs. 2a StromNEV vorgenommen.

Besonders die Auslegung des Begriffes "galvanische Verbindung" hat bei vor-und nachgelagerten Netzbetreiber zu unterschiedlichem Verständnis der Pooling-Voraussetzungen geführt. Hier sind die Regulierungsbehörden dem vom VKU vorgeschlagenen Ansatz gefolgt. Der Begriff "galvanische Verbindung" ist demnach nicht streng technische auszulegen, so dass auch eine "induktive Verbindung" ausreicht, um ein Pooling mehrerer Entnahmestellen zu ermöglichen. Der VKU hat in der Vergangenheit intensiv für eine derartige Auslegung geworben, zum Einen, weil sie den energiewirtschaftlichen Gegebenheiten wesentlich besser gerecht wird, zum Anderen hatte sie die BNetzA bereits selbst in ihrer ursprünglichen Auslegungshilfe vertreten.

Der VKU hat zu dem Positionspapier eine Stellungnahme eingereicht, in der weitere Aspekte des Positionspapiers auch kritisch betrachtet werden. Insbesondere sollte nach Auffassung des VKU nicht allein die Eigentumsgrenze maßgeblich für die Bestimmung der Zulässigkeit des Pooling sein. Auch sollen bei der Bewertung des Lastverlagerungspotentials auf tatsächliche Lastflüsse an den jeweiligen Entnahmestellen und nicht auf etwaige vertraglich vereinbarte Vorhalteleistung abgestellt werden. Zudem wurde die Sichtweise zu der im Positionspapier angesprochenen Transitproblematik kritisiert.