Diskussionsrunde bei Volkswagen: Elektro-Offensive und Ausbau der Ladeinfrastruktur Exklusiver Austausch auf CEO-Ebene

Rund 35 Vertreter kommunaler Unternehmen und Stadtwerke in Deutschland haben sich in Wolfsburg über die Elektromobilitäts-Offensive von Volkswagen informiert. Ein Ergebnis: Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur müssen alle am gleichen Strang ziehen.

©Volkswagen AG

Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin VKU, und Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität der Marke Volkswagen

Im Rahmen des „Autogipfels“ im Bundeskanzleramt am 4. November 2019 in Berlin wurde beschlossen, 50.000 öffentliche Ladepunkte in den kommenden zwei Jahren zu errichten. In den nächsten zehn Jahren ist laut Klimaschutzprogramm 2030 geplant, das Ladenetz auf eine Million Ladepunkte in Deutschland auszubauen. Dazu bedarf es erheblicher Anstrengungen aller Beteiligten.

Ladenetz in Deutschland wächst synchron mit Bedarf

Von den rund 21.000 Ladepunkten, die aktuell bei der Bundesnetzagentur gelistet sind, werden mehr als die Hälfte kommunal betrieben. In Metropolen sogar mehr als 90 Prozent. Allein innerhalb eines Jahres ist es gelungen, die Anzahl um über 50 Prozent zu steigern. Ein bedarfsorientierter Aufbau der Ladeinfrastruktur ist notwendig für den Erfolg der Elektromobilität: Die kommunalen Unternehmen werden diesen Aufbau weiter engagiert vorantreiben. Bereits heute stehen deutlich mehr Ladepunkte zur Verfügung. Denn zu den öffentlich zugänglichen Ladepunkten sind unbedingt auch Lademöglichkeiten im halb-öffentlichen Raum, also bei Einzelhändlern oder in Parkhäusern, sowie im privaten Raum hinzu zu zählen. Die Mehrzahl der E-Auto-Fahrer lädt bereits zu Hause oder beim Arbeitgeber, das bestätigen Studien regelmäßig.

Rahmenbedingungen zügig verbessern

Dazu braucht es aber auch entsprechende Rahmenbedingungen, die mit dem am 18. November 2019 im Bundeskabinett beschlossenen „Masterplan Ladeinfrastruktur“ verbessert werden sollen. Der VKU begrüßt die regulatorischen und (energie-)rechtlichen Maßnahmen sowie die Förderung von öffentlicher und privater Ladeinfrastruktur ausdrücklich. Zudem wurden viele Empfehlungen der „Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität“ aufgegriffen, in der auch der VKU intensiv mitarbeitet.

Volkswagen und VKU wollen Austausch fortsetzen

Beim Austausch in Wolfsburg machten die kommunalen Vertreter deutlich, dass für viele Gemeinden und Regionen in Deutschland der Ausbau der Ladeinfrastruktur ebenso eine zentrale Herausforderung der kommenden Jahre ist – nicht beschränkt auf die Städte, sondern auch in ländlichen oder touristischen Gebieten. Bei dem Besuch wurde zudem über die Ladestrategie von Volkswagen sowie über die Möglichkeiten der Elektrifizierung von Busflotten und Fuhrparks informiert.

Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität der Marke Volkswagen, betonte die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von VW und kommunalen Unternehmen, insbesondere beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Sowohl über den VKU als auch in individuellen Kontakten vor Ort soll die Zusammenarbeit weiter vertieft werden.

VKU und VW haben im Nachgang zum Austausch in Wolfsburg eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht, die vielfach presseseitig aufgegriffen wurde.