Anpassung der Kooperationsvereinbarung Gas

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VKU, BDEW und GEODE haben die Kooperationsvereinbarung zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen (KoV) aufgrund von „KONNI 2.0“ überarbeitet. Die Änderungsfassung wurde am 10.03.2017 von den Verbänden verabschiedet und tritt zum 01.04.2017 in Kraft.

Die Änderung der KoV ist aufgrund des Beschlusses BK7-16-050 der Bundesnetzagentur (BNetzA) vom 21.12.2016 erforderlich. Die Änderungen beschränken sich auf die Anlage 4 (Bilanzkreisvertrag) und den Leitfaden Bilanzkreismanagement Gas und dienen ausschließlich der Umsetzung des BNetzA-Beschlusses.

Die Vertragspartner der KoV haben nunmehr die Möglichkeit, die Änderungen zu prüfen und gegebenenfalls ihr Sonderkündigungsrecht (mit Frist von einem Monat) auszuüben, wenn sie die Änderungen nicht mittragen wollen. Weitere Informationen können Sie dem Verbändeanschreiben zur Anpassung der KoV entnehmen sowie den angepassten Kov-Dokumenten, die Sie auf unserer Internetseite zur Kov IX finden.

Inhalte von "KONNI 2.0"

Der BNetzA-Beschluss sieht die Verlängerung eines ex-ante Konvertierungsentgelts auf unbestimmte Zeit vor. Zudem gilt das Konvertierungsentgelt nur noch in der Konvertierungsrichtung von H-Gas nach L-Gas. Es wird jeweils spätestens sechs Wochen vor Beginn der Gültigkeitsperiode festgelegt. Die Gültigkeitsperiode beträgt ab 01.10.2017 jeweils ein Jahr. Zum 01.04.2017 wird das Entgelt letztmalig für sechs Monate festgelegt.

Die Obergrenze für das Entgelt beträgt 0,45 Euro/MWh und darf in Ausnahmefällen überschritten werden. Kosten, die nicht über das Entgelt gedeckt sind, werden wie bisher über die Konvertierungsumlage auf alle in Bilanzkreise physisch eingebrachten Mengen erhoben. Schließlich verpflichtet die Festlegung die Marktgebietsverantwortlichen, mit Wirkung zum 01.04.2017 die ebenfalls neu festgelegten Regelungen für einen Standardvertrag in ihre Bilanzkreisverträge aufzunehmen.

Nähere Informationen zum BNetzA-Beschluss finden Sie hier.