Kommunale Kraftwerkskapazitäten

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Gegenwärtig haben Stadtwerke eine Kraftwerkskapazität von insgesamt 13.300 Megawatt (MW) installierter Netto-Leistung. Dies entspricht 10 % der in Deutschland installierten Kraftwerksleistung (Nettoengpassleistung) von 132.700 MW. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist der mit 71 Prozent weit überdurchschnittliche Anteil an KWK-Strom. Dadurch erweist sich der in kommunalen Kraftwerken erzeugte Strom als besonders klimafreundlich. Die gleichzeitige und verbrauchsnahe Erzeugung von Strom und Wärme in derselben Anlage erreicht eine Primärenergieeinsparung von bis zu 38 Prozent und schont damit die Umwelt.

Ein Beitrag zu Klimaschutz und Wettbewerb

Volkswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Nutzen der kommunalwirtschaftlichen Energieerzeugung

Die Strom- und Wärmeerzeugung durch Stadtwerke trägt in mehrfacher Hinsicht zur Verwirklichung volkswirtschaftlicher sowie energie- und klimaschutzpolitischer Ziele bei:

·       Investitionen der Stadtwerke und damit auch kommunale Kraftwerksinvestitionen sind ein wesentlicher Faktor der regionalen Wertschöpfung. Sie sichern Arbeitsplätze im Unternehmen und über die Auftragsvergabe im lokalen Gewerbe. Anders als bei privaten Konzernen, die dem „shareholder-value“ verpflichtet sind, kommen die von Stadtwerken erwirtschafteten Gewinne dem Gemeinwesen zugute.

·       Stadtwerke, die Strom und Wärme selbst erzeugen, sind unabhängiger von Stromlieferungen sowie Bezugspreisvorgaben privatwirtschaftlicher Vorlieferanten und beleben durch den Ausbau ihrer ggf. in horizontalen Kooperationen gestützten Eigenerzeugung den Wettbewerb auf dem deutschen Erzeugungsmarkt.

·       Stadtwerke ermöglichen durch Investitionen in moderne Anlagen mit hohen Wirkungsgraden und nachhaltigkeitsgerechten Umweltschutzstandards die Stilllegung weniger effizienter Kraftwerke. Dadurch werden CO2-Emissionen vermieden.

·       Stadtwerke erzeugen Strom vorrangig in KWK. Die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme wird in Nah- und Fernwärmenetze eingespeist und auf diese Weise energetisch genutzt. Der Einsatz von Fernwärme spart gegenüber anderen Heizsystemen, wie z.B. Ölheizungen, erhebliche Mengen an CO2 ein.

·       Angesichts der Tatsache, dass über die Hälfte des gesamten Endenergiebedarfs in Deutschland für die Wärmeerzeugung benötigt wird, ist eine CO2-arme Wärmeversorgung für das Erreichen der Klimaschutzziele essentiell. In Städten und Ballungsräumen ist daher die gekoppelte Erzeugung von Strom und Fernwärme – bei vertretbarem Aufwand – die umwelt- und wirtschaftlich- verträglichere Form der Wärmeversorgung.

·       Das zunehmende Engagement in der Strom- und Wärmeerzeugung auf Basis Erneuerbarer Energien sowie die bestehenden dezentralen kommunalwirtschaftlichen Versorgungsstrukturen erleichtern die Einbindung erneuerbarer Energien in lokale Klimaschutz- und Energiekonzepte.