Pressemitteilung

VKU zur Debatte um Klimaschutzplan

Berlin, 10.11.2016. Die Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz sowie die Ziele der Europäischen Union, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren, sind ambitioniert und fordern zu konsequentem Handeln auf. Auch die kommunalen Unternehmen müssen und werden sich dieser Herausforderung stellen. Ein solch weitreichender Plan beziehungsweise Entwurf bedarf jedoch einer europäischen Einbettung, muss technologieoffen und innovationsfreundlich sein. Klimaschutzinstrumente müssen sich an Markt und Wettbewerb messen lassen. Nur dann werden sie erfolgreich sein. Es bedarf verlässlicher Rahmenbedingungen für solche langfristigen strukturellen Entscheidungen.

Der VKU als Spitzenverband der kommunalen Wirtschaft steht für den notwendigen technologieoffenen Dialog mit dem Deutschen Bundestag und der Bundesregierung jederzeit bereit. Wichtig ist, dass Klimaschutz in allen Sektoren erbracht werden muss. Die Energiewirtschaft hat schon erhebliche Einsparungen in den letzten Jahren erzielt und wird an weiteren arbeiten. Sektorspezifische Zielvorgaben dürfen aber nicht dazu führen, dass etwa im Wärmemarkt Klimaschutztechnologien wie die Kraft-Wärme-Kopplung benachteiligt werden.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.460 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit über 262.000 Beschäftigten wurden 2015 Umsatzerlöse von mehr als 115 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 11 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment große Marktanteile in zentralen Versorgungsbereichen (Strom 60 Prozent, Erdgas 65 Prozent, Trinkwasser 87 Prozent, Wärmeversorgung 69 Prozent, Abwasserentsorgung 42 Prozent). Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 66 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Die kommunalen Unternehmen versorgen 5,7 Millionen Kunden mit Breitband. Bis 2018 planen sie Investitionen von rund 1,7 Milliarden Euro, um dann insgesamt 6,3 Millionen Menschen an schnelles Internet anschließen zu können.