VKU-Projekt „Kommunale Unternehmen als attraktive Arbeitgeber“

Zwei Einflüsse werden in den kommenden Jahren den deutschen Arbeitsmarkt prägen: die sich verändernde demografische Struktur der Bevölkerung und die Entwicklung zur vernetzten, hochmobilen Wissensgesellschaft.

Nach Jahrzehnten der hohen Arbeitslosigkeit und eines strukturellen Überangebots auch an qualifizierten Fachkräften müssen sich Unternehmen auf einen Paradigmenwechsel einstellen: Qualifizierte Arbeitskräfte werden ein knappes Gut mit steigendem Preis, sprich höheren Einkommen.

Auch für kommunale Unternehmen, mit einer weniger prominenten Arbeitgebermarke wie die DAX-Konzerne, wird sich der Fachkräftemangel verschärfen. Hinzu kommt der Wettbewerbsnachteil bei der Vergütung von hochspezialisierten Kräften wie IT-Spezialisten und Ingenieuren. Noch dynamischer wird es für Unternehmen, die in strukturschwachen Regionen ansässig und damit für Fachkräfte noch weniger attraktiv sind.

Um diesem Problem mit Weitblick entgegenzusteuern und Mitgliedsunternehmen bei der Entwicklung einer nachhaltigen und attraktiven Personalpolitik und kommunikativen Positionierung zu unterstützen, hat der VKU das spartenübergreifende Projekt „Kommunale Unternehmen als attraktive Arbeitgeber“ initiiert.

Um der strategischen Positionierung des Projektes zu entsprechen, wird mit einer Befragung der Mitgliedsunternehmen gestartet. Die Befragung, die sich in drei Bereiche, Problemanalyse, Maßnahmen und Attraktivität gliedert, soll noch einmal detaillierter in die Ursachenforschung gehen. Zudem soll erfasst werden, was kommunale Unternehmen bereits tun, um „attraktiv“ zu sein und zum anderen auch definieren, was zukünftig getan werden muss und wie der VKU hier seinen Beitrag leisten könnte.

Die Umfrage wird Anfang Juni an alle Mitgliedsbetriebe spartenübergreifend versandt. Um aussage- und handlungsfähige Ergebnisse zu erhalten, bittet der VKU in diesem Zusammenhang sehr um eine rege Teilnahme. Denn schließlich gehe es zukünftig nicht nur darum, einfach Mitarbeiter zu finden und zu binden, vielmehr darum, engagierte Menschen in kommunalen Unternehmen zu beschäftigen, die Gestaltungsspielräume nutzen, innovative Gedanken mitbringen und die Zukunftsfähigkeit kommunaler Unternehmen mitgestalten wollen.