VKU-Studie VNB-Roadmap 2045 veröffentlicht
VNB-Roadmap 2045: Kooperationen als Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende
Als Rückgrat der Transformation kommt den Verteilnetzbetreibern eine zentrale Rolle zu: Sie ermöglichen die Integration erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung von Wärme und Mobilität sowie die zunehmende Digitalisierung des Energiesystems vor Ort.
29.04.26
Als Rückgrat der Transformation kommt den Verteilnetzbetreibern eine zentrale Rolle zu: Sie ermöglichen die Integration erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung von Wärme und Mobilität sowie die zunehmende Digitalisierung des Energiesystems vor Ort.
Aus- und Umbau der Stromverteilnetze effizient und zukunftssicher gestalten!
Vor diesem Hintergrund hat der VKU die Studie „Kooperationen von Verteilnetzbetreibern – VNB-Roadmap 2045“ durch die BET Consulting GmbH erstellen lassen. Ziel war es, konkrete Ansätze aufzuzeigen, wie der notwendige Aus- und Umbau der Stromverteilnetze effizient und zukunftssicher gestaltet werden kann.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Kooperationen zwischen Verteilnetzbetreibern bieten erhebliche Potenziale, um die anstehenden Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Sie ermöglichen Skaleneffekte, steigern Effizienz und schaffen die Grundlage für eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung der Transformation – ohne dabei die bewährte dezentrale Struktur und die regionale Verankerung der Unternehmen in Frage zu stellen.
Vor diesem Hintergrund hat der VKU die Studie „Kooperationen von Verteilnetzbetreibern – VNB-Roadmap 2045“ durch die BET Consulting GmbH erstellen lassen. Ziel war es, konkrete Ansätze aufzuzeigen, wie der notwendige Aus- und Umbau der Stromverteilnetze effizient und zukunftssicher gestaltet werden kann.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Kooperationen zwischen Verteilnetzbetreibern bieten erhebliche Potenziale, um die anstehenden Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Sie ermöglichen Skaleneffekte, steigern Effizienz und schaffen die Grundlage für eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung der Transformation – ohne dabei die bewährte dezentrale Struktur und die regionale Verankerung der Unternehmen in Frage zu stellen.
Gerade diese Struktur ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor: Ortskenntnis, Kundennähe, kurze Entscheidungswege sowie regionale Wertschöpfung tragen maßgeblich dazu bei, dass Netze bedarfsgerecht geplant und betrieben werden. In Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheiten und steigender Anforderungen an Resilienz und Cybersicherheit ist diese dezentrale Aufstellung zudem ein stabilisierender Faktor für das Gesamtsystem.
Gleichzeitig verdeutlicht die Studie den enormen Handlungsdruck: Bis zum Jahr 2045 sind Investitionen von mehr als 235 Milliarden Euro in die Stromverteilnetze erforderlich. Parallel steigen die regulatorischen Anforderungen, der Bedarf an qualifizierten Fachkräften und die Komplexität durch Digitalisierung und Systemintegration. Viele Netzbetreiber stoßen dabei zunehmend an ihre organisatorischen und wirtschaftlichen Grenzen – wer sich nicht verändert, wird verändert.
Kooperationen können hier eine wirksame Antwort sein. Die Studie zeigt praxisnah, in welchen Bereichen Zusammenarbeit besonders sinnvoll ist – etwa bei IT- und Digitalisierungsstrukturen, dem Rollout intelligenter Messsysteme, der Netzplanung und dem Netzbetrieb, bei Netzanschlüssen sowie in der Investitions- und Finanzierungssteuerung. Entscheidend ist dabei, dass Kooperationen freiwillig erfolgen und passgenau auf die jeweiligen regionalen Rahmenbedingungen zugeschnitten sind.
Ein zentraler Erfolgsfaktor für gelingende Zusammenarbeit ist die Standardisierung. Einheitliche Prozesse, Datenmodelle und Schnittstellen sind die Voraussetzung dafür, dass Kooperationen effizient funktionieren und Skaleneffekte tatsächlich gehoben werden können. Hier sind Politik, Regulierung und Branche gleichermaßen gefordert. Der VKU setzt sich dafür ein, dass der regulatorische Rahmen Kooperationen erleichtert, bestehende Hürden abbaut und gleichzeitig Investitions- und Planungssicherheit gewährleistet. Eine pauschale Diskussion über strukturelle Eingriffe wie Zwangsfusionen greift aus unserer Sicht zu kurz und wird den tatsächlichen Herausforderungen nicht gerecht. Klar ist aber auch: Die Branche muss hier Geschwindigkeit aufnehmen.
Für Sie als Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in den Mitgliedsunternehmen der Sparte Energie ergeben sich daraus klare Implikationen: Es gilt, die eigenen strategischen Optionen im Hinblick auf Kooperationen aktiv zu prüfen und – wo sinnvoll – gezielt voranzutreiben. Gleichzeitig ist es wichtig, sich frühzeitig mit Fragen der Standardisierung, der organisatorischen Aufstellung und der langfristigen Investitionsplanung auseinanderzusetzen.