VKU begrüßt Green Deal der EU-Kommission

Zum heute vorgestellten „Green Deal“ der EU-Kommission sagt VKU-Präsident Michael Ebling:

„Der Vorstoß der neuen EU-Kommission, einen Green Deal auf den Weg zu bringen, ist nur konsequent. Klimaschutz ist eine europäische Gemeinschaftsaufgabe, der wir uns alle verpflichtet fühlen müssen. Entscheidend ist, dass die Sektoren Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft stärker und verbindlicher adressiert werden, um CO2 einzusparen. Notwendig dafür ist, das europäische Emissionshandelssystem (ETS) auf diese Sektoren auszuweiten und einen sektorübergreifenden CO2-Preis zeitnah einzuführen.

Wir begrüßen, dass der Green Deal nicht beim Klimaschutz Halt macht und auch den Umweltschutz stärker in den Blick nimmt. Denn Klimaschutz und Umweltschutz müssen Hand in Hand gehen: Weniger Abfall und ein sorgsamer und verantwortungsvoller Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen wie Wasser und Luft. Dafür engagieren sich die kommunalen Unternehmen vor Ort.

Die Kommunalwirtschaft wird einen erheblichen Teil der Herausforderungen stemmen, die sich aus dem Green Deal auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung ergeben. Um die Ziele mit Leben zu füllen, muss der Green Deal für die Kommunalwirtschaft langfristige Planungssicherheit und Investitionsanreize setzen. Ohne die Praktiker in den Kommunen und kommunalen Unternehmen bleibt der Green Deal ein Papiertiger.“

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit mehr als 268.000 Beschäftigten wurden 2017 Umsatzerlöse von mehr als 116 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 10 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen große Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 61 Prozent, Erdgas 67 Prozent, Trinkwasser 86 Prozent, Wärme 70 Prozent, Abwasser 44 Prozent. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 68 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Immer mehr kommunale Unternehmen engagieren sich im Breitband-Ausbau. Ihre Anzahl hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt: Rund 180 Unternehmen investierten 2017 über 375 Mio. EUR. Seit 2013 steigern sie jährlich ihre Investitionen um rund 30 Prozent und bauen überall in Deutschland zukunftsfähige Infrastrukturen (beispielsweise Glasfaser oder WLAN) für die digitale Kommune aus.