Helau und Alaaf: Rund 600 Tonnen Karnevalsabfall werden in den traditionellen Umzugs-Hochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz eingesammelt

Berlin, 19.02.2020. Der Höhepunkt der fünften Jahreszeit beginnt und damit auch die traditionellen Karnevalsumzüge und -festlichkeiten. In vielen deutschen Städten und Regionen wird bunt gefeiert – dabei bleiben Kamelle, Konfetti, Flaschen und Co. jedoch häufig auf Straßen und Gehwegen liegen.

In den traditionellen Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz haben die kommunalen Abfallbetriebe 2019 zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch insgesamt etwa 600 Tonnen Karnevalsabfall eingesammelt. Um die 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Abfallbetriebe sind während der „jecken Tage“ unterwegs, um Straßen und Gehwege sauber zu halten.

Rechte und Pflichten
Soweit die kommunale Straßenreinigungssatzung dazu verpflichtet, gilt: Wer an Karneval auf öffentlichen Plätzen und Straßen feiert, hat grundsätzlich seinen hierdurch entstehenden Abfall selbst zu entsorgen und alle Verunreinigungen zu entfernen, die die Hygiene und das Stadtbild nicht unerheblich beeinträchtigen. Auskunft über die Reinigungspflichten erteilen die kommunalen Stadtreinigungsbetriebe oder die Bauämter.

Richtige Entsorgung
Für die richtige Entsorgung gilt grundsätzlich (auch an Karneval): Pfandbefreite Getränkedosen und Plastikbecher werden in der gelben Wertstofftonne entsorgt. Dorthin – und nicht auf den Boden – gehören grundsätzlich auch die Einwickelverpackungen der Süßigkeiten, die traditionell als Kamelle unter die Menschen gebracht werden. Sind die Süßigkeiten noch eingepackt, werden sie über die Restmülltonne entsorgt. Kartons, Pappbecher, Konfetti und Luftschlangen aus Papier gehören in die Altpapiertonne. Pfandbefreite Flaschen sollten die Jecken und Narren nach Farbe sortiert in die jeweiligen Altglascontainer geben. Die Faustformel: grün gehört zu grün, weiß zu weiß und braun zu braun. Schminke sollte mit einem Papiertuch abgewischt und im Restmüll und nicht in der Toilette entsorgt werden. So können keine in der Schminke enthaltenen Stoffe wie etwa Mikroplastik ins Abwasser gelangen.

Abfallvermeidung in der fünften Jahreszeit
Auch im Karneval gilt: Mehrweg ist besser als Einweg. Das gilt für die private Feier genauso wie für den Karneval auf der Straße.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit mehr als 268.000 Beschäftigten wurden 2017 Umsatzerlöse von mehr als 116 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 10 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen große Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 61 Prozent, Erdgas 67 Prozent, Trinkwasser 86 Prozent, Wärme 70 Prozent, Abwasser 44 Prozent. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 68 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Immer mehr kommunale Unternehmen engagieren sich im Breitband-Ausbau. Ihre Anzahl hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt: Rund 180 Unternehmen investierten 2017 über 375 Mio. EUR. Seit 2013 steigern sie jährlich ihre Investitionen um rund 30 Prozent und bauen überall in Deutschland zukunftsfähige Infrastrukturen (beispielsweise Glasfaser oder WLAN) für die digitale Kommune aus.