VKU zu Wirkung des Klimaschutzprogramms

05.03.2020. Zu den heute bekannt gewordenen Gutachten zur Wirkung des Klimaschutzprogramms sagt der stv. VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Wübbels: “Es ist zunächst eine gute Nachricht, dass der Energiesektor offenbar beim Klimaschutz weiter auf Kurs ist. Besonders der Verkehrssektor muss mehr liefern. Allerdings: Das Gutachten darf nicht Anlass geben, dass sich die Politik beim Energiesektor zurücklehnt. Das Ziel – 65 Prozent EE und Kohlereduzierung bis 2030 – ist klar. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Ausbau sind immer noch nicht geklärt. Hier muss die Bundesregierung zügiger arbeiten. Dazu gehört, die Windenergie aus der Krise zu führen, den Kohleausstieg rechtssicher zu gestalten sowie den KWK-Ausbau und die Wärmewende voranzubringen. Gerade bei letzterer sollten wir uns sämtliche Optionen offen halten. Daher sollte unbedingt auch die Wärmeversorgung Teil der angekündigten Wasserstoffstrategie sein. Ansonsten bleiben die Berechnungen der Gutachter nur ein Wunschszenario. Die Fakten liegen auf dem Tisch, die Konzepte sind da, jetzt muss gehandelt werden!”

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit mehr als 268.000 Beschäftigten wurden 2017 Umsatzerlöse von mehr als 116 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 10 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen große Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 61 Prozent, Erdgas 67 Prozent, Trinkwasser 86 Prozent, Wärme 70 Prozent, Abwasser 44 Prozent. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 68 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Immer mehr kommunale Unternehmen engagieren sich im Breitband-Ausbau. Ihre Anzahl hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt: Rund 180 Unternehmen investierten 2017 über 375 Mio. EUR. Seit 2013 steigern sie jährlich ihre Investitionen um rund 30 Prozent und bauen überall in Deutschland zukunftsfähige Infrastrukturen (beispielsweise Glasfaser oder WLAN) für die digitale Kommune aus.