Ingbert Liebing ab 1. April neuer Hauptgeschäftsführer des VKU

Berufung durch Verbandsvorstand erfolgt

Berlin, den 10. März 2020 – Der Vorstand des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) hat in seiner heutigen Sitzung Ingbert Liebing einstimmig zum neuen Hauptgeschäftsführer gewählt und berufen. Er wird diese Aufgabe im Spitzenverband der Kommunalwirtschaft zum 1. April 2020 übernehmen.

Ingbert Liebing ist seit Juni 2017 Staatsekretär und Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund. Er war von 2005 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages, von November 2014 bis Oktober 2016 Landesvorsitzender der CDU Schleswig-Holstein und zuvor mit unterschiedlichen kommunalpolitischen Ämtern im nördlichen Bundesland betraut. Zwischen Juni 2013 und November 2017 war er zudem Bundesvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands und in der vergangenen 18. Wahlperiode, vor dem Wechsel in die Landesregierung Schleswig-Holstein, kommunalpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

VKU Präsident Michael Ebling: „Wir freuen uns, dass wir mit Ingbert Liebing eine wirtschafts- und kommunalpolitisch außerordentlich versierte und erfahrene Persönlichkeit für die Spitze unseres Verbandes gewinnen konnten. Mit seiner langjährigen Expertise auf allen politischen Ebenen, sei es in der Bundes-, Landes- oder Kommunalpolitik, genießt er hohe Anerkennung in Wirtschaft und Politik. Er ist mit allen Themenfeldern der Kommunalwirtschaft bestens vertraut. Wir haben mit ihm eine Führungspersönlichkeit, die das Wirken der Kommunalwirtschaft als kompetenter, starker und verlässlicher Partner vor Ort und als Beitrag kommunaler Unternehmen zur Sicherung unseres Wohlstandes und der Lebensqualität am Wirtschaftsstandort Deutschland erfolgreich fortsetzen wird. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ingbert Liebing.“

Ingbert Liebing: „Ich freue mich darauf, mich ab 1. April mit vollem Einsatz für die Interessen der Kommunalwirtschaft engagieren zu können. Vor uns stehen entscheidende Weichenstellungen für unsere Gesellschaft auf dem Weg in eine emissionsärmere Gesellschaft und dem Bewusstsein für den schonenden Umgang mit unseren Ressourcen. Dabei geht es zu gleich um die Sicherung unserer Wirtschaftskraft und die Schaffung von innovations- und investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen. All diese Ziele lassen sich nur mit einem gemeinsamen ausbalancierten Verständnis und mit einer klaren Richtung meistern. Ich werde mich dafür einsetzen, die Potenziale der Kommunalwirtschaft zukunftsfest und klug im Sinne der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort heute und in Zukunft zu heben.“

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit mehr als 268.000 Beschäftigten wurden 2017 Umsatzerlöse von mehr als 116 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 10 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen große Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 61 Prozent, Erdgas 67 Prozent, Trinkwasser 86 Prozent, Wärme 70 Prozent, Abwasser 44 Prozent. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 68 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Immer mehr kommunale Unternehmen engagieren sich im Breitband-Ausbau. Ihre Anzahl hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt: Rund 180 Unternehmen investierten 2017 über 375 Mio. EUR. Seit 2013 steigern sie jährlich ihre Investitionen um rund 30 Prozent und bauen überall in Deutschland zukunftsfähige Infrastrukturen (beispielsweise Glasfaser oder WLAN) für die digitale Kommune aus.