Europäische Woche der Abfallvermeidung lädt zum Mitmachen ein: „Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!“

Berlin, 27.10.2020. Europas größte Kommunikationskampagne rund um die Themen Abfallvermeidung und Wiederverwendung geht vom 21. bis zum 29. November 2020 bereits zum 11. Mal an den Start. Aktionen können online angemeldet werden.

In diesem Jahr steht die Europäische Woche der Abfallvermeidung unter dem Motto: „Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!“. Abfall entsteht auch dort, wo wir ihn nicht sehen, etwa bei der Produktion und dem Transport vieler Konsumgüter. Weitere Beispiele sind Mikroplastik und Lebensmittelabfälle, aber auch Einwegverpackungen mit Neodymmagneten. Zentrales Thema der diesjährigen Aktionswoche ist die Frage, wie diese „unsichtbaren“ Abfälle sichtbar gemacht und vermieden werden können. Denn: „Aus den Augen, aus dem Sinn“ darf hier nicht die Handlungsmaxime sein!

Angemeldet werden können Aktionen wie Workshops und Diskussionsrunden, die in diesem Jahr mit genügend Abstand sowie unter Beachtung der aktuell geltenden Corona-Regeln durchgeführt werden sollen. Daneben sind in diesem Jahr vor allem kreative digitale Lösungen gefragt. Das können beispielsweise Kommunikationskampagnen in den sozialen Medien, kurze Videos oder ein Podcast sein. Alle Aktionen können unter https://www.wochederabfallvermeidung.de/ angemeldet werden.

Die offizielle Eröffnung der Europäischen Woche der Abfallvermeidung findet am 23. November 2020 ab 10 Uhr im Rahmen einer Online-Auftaktveranstaltung statt. Gäste sind unter anderem Svenja Schulze, Bundesumweltministerin, Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts, und Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). Anmeldung zur Auftaktveranstaltung: https://vku-akademie.de/veranstaltungen/830-auftaktveranstaltung-europaische-woche-der-abfallvermeidung-2020.

Hintergrund: Europaweit findet die Aktionswoche jährlich in über 30 Ländern mit vielen Tausenden Aktionen und Projekten in der letzten Novemberwoche statt. Ihr Fokus: praktische Wege aus der Wegwerfgesellschaft aufzeigen. Alle Europäer*innen sollen dafür sensibilisiert werden, mit Alltagsgegenständen und dem Ressourcenverbrauch bewusster umzugehen und wo es geht, Abfälle zu vermeiden. Die Aktionswoche lebt von lokalen Aktionen zur Abfallvermeidung: von Vereinen, Behörden, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Unternehmen und Privatpersonen. In Deutschland wird die Kampagne mit Mitteln der Europäischen Klimaschutzinitiative finanziert. Das Umweltbundesamt (UBA) ist der fachliche Ansprechpartner. Koordiniert wird die Kampagnenwoche vom Verband kommunaler Unternehmen.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit mehr als 275.000 Beschäftigten wurden 2018 Umsatzerlöse von rund 119 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 12 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen große Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 62 Prozent, Erdgas 67 Prozent, Trinkwasser 90 Prozent, Wärme 74 Prozent, Abwasser 44 Prozent. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen durch getrennte Sammlung entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 67 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Immer mehr kommunale Unternehmen engagieren sich im Breitbandausbau. 190 Unternehmen investieren pro Jahr über 450 Mio. EUR. Sie steigern jährlich ihre Investitionen um rund 30 Prozent. Beim Breitbandausbau setzen 93 Prozent der Unternehmen auf Glasfaser bis mindestens ins Gebäude.