VKU-Statement

Verabschiedung der Düngeverordnung: ein Startschuss, mehr aber auch nicht

Berlin, 30.03.2017. Morgen steht die Verabschiedung der Düngeverordnung auf der Agenda des Bundesrates. Dazu der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der die Interessen der kommunalen Wasserversorger vertritt:
 
Das neue Düngepaket ist ein Startschuss, jedoch müssen weitere Schritte rasch folgen, um die Nitrateinträge in unsere Gewässer wirksam zu reduzieren. Wir brauchen mehr Transparenz im landwirtschaftlichen System. Dafür ist jetzt zunächst die sogenannte Stoffstrombilanz entscheidend. Die Vorlage der Verordnung zur Einführung der Stoffstrombilanz lässt allerdings auf sich warten. Ohne diese Verordnung bliebe das Düngepaket nicht mehr als ein zahnloser Tiger.
 
Der VKU begrüßt, dass der Bundesrat die Ausweisung/Abgrenzung der roten Gebiete, in denen die Bundesländer mindestens drei Maßnahmen ergreifen müssen, nochmals nachschärfen will. Basis für den nachhaltigen Schutz unserer Trinkwasserressourcen muss hier das Wasserrecht sein.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.460 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit über 262.000 Beschäftigten wurden 2015 Umsatzerlöse von mehr als 115 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 11 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment große Marktanteile in zentralen Versorgungsbereichen (Strom 60 Prozent, Erdgas 65 Prozent, Trinkwasser 87 Prozent, Wärmeversorgung 69 Prozent, Abwasserentsorgung 42 Prozent). Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 66 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Die kommunalen Unternehmen versorgen 5,7 Millionen Kunden mit Breitband. Bis 2018 planen sie Investitionen von rund 1,7 Milliarden Euro, um dann insgesamt 6,3 Millionen Menschen an schnelles Internet anschließen zu können.