Pressemitteilung

Fit in die digitale Zukunft: VKU und Stadtwerke starten einzigartiges Innovationsprojekt

Berlin, 11.10.2016. Als erster Wirtschaftsverband initiiert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) die systematische Zusammenarbeit seiner Mitglieder mit Start-ups der Digitalbranche. Im Rahmen einer sogenannten Learning Journey treffen Entscheider der Energie-, Wasser/Abwasser- und Abfallwirtschaft und digitale Gründer an vier Standorten in Deutschland zusammen. Dort entwickeln sie neue Geschäftsmodelle und innovative Produkte für kommunale Unternehmen. Und stellen sich dabei die provokante Frage: Schaffen wir uns ab? Die Auftaktveranstaltung der jeweils eintägigen Design-Thinking-Workshops findet am 18. Oktober 2016 in München statt, der Abschluss der Reise am 19. Januar 2017 in Berlin. Im Januar werden die Ergebnisse zusammengeführt und zugleich die VKU-Innovationsplattform als dauerhafte Schnittstelle zwischen kommunalen Unternehmen und Digitalwirtschaft etabliert.

„Digitalisierung ist keine Welle, die an uns vorbeischwappt, sondern eine, auf der wir surfen werden“, sagt Michael Ebling, Präsident des VKU. „Die digitale Transformation verändert bereits jetzt das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben. Auch für die kommunalen Unternehmen wird die Entwicklung neuer Dienstleistungen und Produkte und damit neuer Geschäftsfelder immer wichtiger. Wir warten nicht, bis jemand anderes die Branche vorantreibt, wir nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand. Die VKU Learning Journey ist dazu der nächste Schritt.“

Bei den vier Design-Thinking-Workshops der VKU Learning Journey kommen Vertreter aus kommunalen Unternehmen mit Entrepreneurs der digitalen Welt zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Zukunftsbilder und konkrete Lösungsansätze. Während die Kommunalwirtschaft von der Lösung zukünftiger Herausforderungen in der Digitalisierung profitiert, bekommen die digitalen Vordenker exklusiven Zugang zu etablierten Geschäftsfeldern mit Kontakten in breit aufgestellte Unternehmen.

„Kommunale Unternehmen stehen vor großen Veränderungen: Komplexe, stark regulierte Strukturen treffen auf Herausforderungen wie die Digitalisierung, neue Wettbewerber und die Disruption etablierter Geschäftsmodelle“, sagt VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche. Und weiter: „Wenn kommunale Unternehmen weiterhin mit einer modernen, leistungsfähigen Versorgung überzeugen wollen, müssen wir diese Veränderungen aktiv mitgestalten und Impulsgeber für zukunftsfähige Entwicklungen sein. Wir gehen deshalb auf eine Reise in die Digitalisierung und nehmen unsere Mitglieder mit.“

Redaktioneller Hinweis:

Weitere Informationen zur VKU-Innovationsplattform finden sie unter www.vku-innovation.de.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.460 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit über 262.000 Beschäftigten wurden 2015 Umsatzerlöse von mehr als 115 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 11 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment große Marktanteile in zentralen Versorgungsbereichen (Strom 60 Prozent, Erdgas 65 Prozent, Trinkwasser 87 Prozent, Wärmeversorgung 69 Prozent, Abwasserentsorgung 42 Prozent). Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 66 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Die kommunalen Unternehmen versorgen 5,7 Millionen Kunden mit Breitband. Bis 2018 planen sie Investitionen von rund 1,7 Milliarden Euro, um dann insgesamt 6,3 Millionen Menschen an schnelles Internet anschließen zu können.