Smart City weiterdenken
Verbände fördern dauerhafte Strukturen für smarte Städte und Kommunen
Der VKU hat gemeinsam mit weiteren Verbänden ein Positionspapier zur Zukunft smarter Städte und Regionen veröffentlicht. Darin fordern die Verbände verlässliche Rahmenbedingungen, interoperable Infrastrukturen und eine langfristige Finanzierung, um die digitale Transformation in Kommunen und demnach auch für kommunale Unternehmen nachhaltig abzusichern.
28.10.26
Der VKU hat gemeinsam mit weiteren Verbänden ein Positionspapier zur Zukunft smarter Städte und Regionen veröffentlicht. Darin fordern die Verbände verlässliche Rahmenbedingungen, interoperable Infrastrukturen und eine langfristige Finanzierung, um die digitale Transformation in Kommunen und demnach auch für kommunale Unternehmen nachhaltig abzusichern.
Positionspapier setzt Impulse und adressiert Bundesministerien
Das Positionspapier „Smarte Städte und Regionen strukturell und nachhaltig absichern“ wurde gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, bitkom und KGSt erarbeitet. Ziel ist es, die Digitalisierung dauerhaft auf tragfähige Grundlagen zu stellen und den Übergang von befristeten Förderprojekten zu einer langfristig angelegten digitalen Transformation zu ermöglichen.
In den vergangenen Jahren konnten zahlreiche Kommunen im Rahmen verschiedener Förderprogramme, beispielsweise den Modellprojekten Smart Cities in drei Staffeln seit 2019 mit über 800 Millionen Euro Gesamtfördervolumen, wertvolle Erfahrungen mit digitalen Lösungen sammeln. Dabei wurden innovative Ansätze für die Bereiche Energie, Wasser, Abwasser, Mobilität, Klima- und Umweltschutz sowie die kommunale Verwaltung entwickelt und erprobt. Um die erzielten Fortschritte zu sichern und erfolgreiche Lösungen flächendeckend nutzbar zu machen, sehen die Verbände nun Handlungsbedarf auf Bundes- und Landesebene.
Im Mittelpunkt des Positionspapiers steht die Forderung nach einer stärkeren strategischen Verankerung smarter Städte und Regionen in der deutschen Digitalpolitik. Digitale Anwendungen müssen künftig stärker miteinander vernetzt, besser skalierbar und langfristig finanzierbar werden. Gleichzeitig sollen Kommunen und kommunale Unternehmen noch besser in die Entwicklung und Umsetzung digitaler Ökosysteme eingebunden werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau interoperabler digitaler Basisinfrastrukturen. Einheitliche Standards, offene Schnittstellen und wiederverwendbare Komponenten sollen dazu beitragen, dass digitale Lösungen einfacher ausgerollt und von anderen Kommunen übernommen werden können. Dadurch können Synergien genutzt, Kosten reduziert und die Effizienz kommunaler Digitalisierungsprojekte gesteigert werden.
Darüber hinaus sprechen sich die Verbände für die Weiterentwicklung bestehender Plattformen und Instrumente zur Verbreitung erfolgreicher Lösungen aus. Bewährte Anwendungen sollen schneller in die Fläche gebracht und Kommunen bei der Auswahl, Beschaffung und Einführung digitaler Technologien besser unterstützt werden.
Die Verbände betonen, dass kommunale Unternehmen als Betreiber zentraler Infrastrukturen eine wesentliche Rolle für die digitale Transformation vor Ort spielen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, digitale Innovationen in die kommunale Daseinsvorsorge zu integrieren und die Lebensqualität in Städten und Regionen nachhaltig zu verbessern.
Mit dem Positionspapier richten die Verbände ihre Empfehlungen insbesondere an die aktuell agierenden Bundesministerien und werben für verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen. Zu dieser Verlässlichkeit zählt auch die explizite Zuständigkeit durch das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. Nur durch dauerhaft tragfähige Strukturen könne die Digitalisierung der Kommunen langfristig erfolgreich gestaltet und der Mehrwert digitaler Lösungen genutzt werden.