Rechenzentren X Kommunalwirtschaft
Kommunale Unternehmen als Schlüsselakteure für den Ausbau von Rechenzentren
Kommunale Unternehmen sind zentrale Partner für den Ausbau von Rechenzentrumskapazitäten. Damit sie ihren Beitrag bestmöglich leisten können, braucht es investitionsfreundliche und praxistaugliche rechtliche Rahmenbedingungen.
19.10.26
Kommunale Unternehmen sind zentrale Partner für den Ausbau von Rechenzentrumskapazitäten. Damit sie ihren Beitrag bestmöglich leisten können, braucht es investitionsfreundliche und praxistaugliche rechtliche Rahmenbedingungen.
Der VKU hat sich spartenübergreifend und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Betroffenheiten der Kommunalwirtschaft mit den Fragen auseinandergesetzt, warum kommunale Unternehmen für den Ausbau von Rechenzentren unverzichtbar sind und welche politischen Weichen jetzt gestellt werden müssen. Im Mittelpunkt stehen folgende notwendige Maßnahmen: die Beschleunigung von Infrastruktur- und Netzanschlussverfahren, die frühzeitige Einbindung kommunaler Unternehmen in Planungs- und Genehmigungsprozesse, die stärkere Nutzung von Abwärme sowie rechtssichere und praxistaugliche Rahmenbedingungen für Investitionen.
Rechenzentren sind weit mehr als reine Digitalinfrastruktur. Sie berühren Energieversorgung, Wärmeplanung, Wasserwirtschaft und Telekommunikation gleichermaßen. Damit ihr Ausbau gelingen kann, müssen kommunale Unternehmen als zentrale Infrastrukturpartner frühzeitig und systematisch eingebunden werden. Mit einer solchen integrierten Planung lassen sich Digitalisierung, Versorgungssicherheit, Klimaschutz und kommunale Wertschöpfung erfolgreich miteinander verbinden.
Eine Zusammenfassung aller Aspekte finden Sie im Dokument „Rechenzentren X Kommunalwirtschaft“ zum Download.
Aktuelle VKU-Umfrage
Dass kommunale Unternehmen diese Rolle bereits heute in erheblichem Umfang wahrnehmen, zeigt auch die VKU-Mitgliederumfrage 2026 unter kommunalen Rechenzentrumsbetreibern. Demnach betreiben 60 Prozent der antwortenden Unternehmen ihre IT-Infrastruktur vollständig in eigenen Rechenzentren, weitere 23 Prozent setzen auf eine Kombination aus eigenen und externen Leistungen. Zudem erbringen 76 Prozent Rechenzentrumsleistungen für andere kommunale Unternehmen und rund ein Drittel unterstützt Kommunalverwaltungen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kommunaler Rechenzentren für Datensouveränität, IT-Sicherheit und die digitale Handlungsfähigkeit der öffentlichen Hand.
Diskussion auf der SCCON
Wie aktuell die im Papier „Rechenzentren X Kommunalwirtschaft“ adressierten Fragen sind, zeigte auch die Diskussion auf der diesjährigen Smart Country Convention (SCCON). Unter dem Titel „Rechenzentren: Wer profitiert, wer investiert, wer trägt die Lasten?“ diskutierten Vertreter von Rechenzentrumsbetreibern, Bund und kommunaler Praxis über die Chancen und Herausforderungen des Ausbaus. Einigkeit bestand darüber, dass Rechenzentren eine zentrale Voraussetzung für Cloud-Anwendungen, Künstliche Intelligenz und die digitale Transformation darstellen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass ihr Wachstum nur dann möglichst nachhaltig gelingen kann, wenn Strom-, Wasser-, Wärme- und Netzinfrastrukturen mitwachsen und frühzeitig gemeinsam geplant werden. Die Diskussion bestätigte damit eine zentrale Botschaft des VKU-Papiers: Kommunale Unternehmen sind Schlüsselfiguren für den Ausbau einer leistungsfähigen, nachhaltigen und souveränen digitalen Infrastruktur in Deutschland.