Pressemitteilung

Digitale Transformation: VKU etabliert Schnittstelle für Innovationen

Berlin, 02.12.2016. Ein wichtiger Meilenstein für Innovation und Digitalisierung der Kommunalwirtschaft ist gesetzt. Initiiert vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) trafen sich in den vergangenen Wochen Entscheider aus der Energie-, Wasser/Abwasser-, Abfall- und Telekommunikationswirtschaft sowie Gründer und CEOs verschiedener Startups der Digitalbranche in vier Metropolen. In eintägigen Design-Thinking-Workshops haben sie gemeinsam digitale Geschäftsmodelle und wegweisende Dienstleistungen für kommunale Unternehmen entwickelt. Bei den sogenannten Learning Journeys in München, Frankfurt/Main, Köln und Hamburg wurde zugleich die Grundlage für die konsequente Weiterentwicklung dieser Innovationen gelegt. Mit dem Launch der VKU-Innovationsplattform am 18. und 19. Januar 2017 in Berlin fällt in Kürze der Startschuss, um eine dauerhafte Schnittstelle zwischen Kommunalwirtschaft und digitalen Gründern zu etablieren.

„Die Learning Journeys haben unsere Erwartungen übertroffen. Die VKU-Mitglieder sowie die Vertreter der Startup-Szene haben dank des neuen Methodentrainings festgefahrene Denkweisen spielerhaft überwunden. Und sie haben bewiesen, dass neue Geschäftsmodelle durchaus rasch und effizient generiert werden können“, fasst VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche die bisherigen Ergebnisse zusammen. „Viele Teilnehmer erkannten, dass die Disruption etablierter Geschäftsmodelle nicht etwa nur Gefahren birgt, sondern vielmehr auch enormes Potenzial. Damit kann ein Grundstein für die erfolgreiche digitale Transformation der kommunalen Wirtschaft gelegt werden. Die kommunalen Unternehmen können sich als Impulsgeber positionieren.“

Ähnlich äußern sich die Teilnehmer. „Ich bin gespannt, was uns in Berlin erwartet. Die Grundidee, Startups und Energieversorger zusammenzubringen, finde ich sehr reizvoll“, sagt beispielsweise Matthias Reinecke von enercity. Simone Lordieck, Head of Corporate Development and Strategy bei der swb AG aus Bremen ergänzt: „Ich freue mich darauf, Neues zu lernen. Es macht Spaß, die Aufbruchsstimmung der Startups zu spüren und aufzusaugen.“ Ähnlich resümiert auch Dr. Tobias Brosze von der Mainzer Stadtwerke AG: „Die Learning Journey hat gezeigt: Es gibt unendlich viele Themen, an denen es sich lohnt zu arbeiten.“

Zum Start der VKU-Innovationsplattform im Januar 2017 erfahren die Teilnehmer, wie die Weiterentwicklung der bisherigen Ideen aus den Learning Journeys konkret funktionieren kann. Mehr als 200 Vertreter der kommunalen Wirtschaft, der Startup-Szene und Politik sowie digitale Experten kommen zu diesem zweitägigen Event zusammen. „Ziel der Learning Journey war es, die vielen innovationsfreudigen Menschen aus der Kommunalwirtschaft mit digitalen Gründern zusammenzubringen. Diese Community soll in den kommenden Jahren Veränderung gestalten“, erläutert Jarno Wittig, Geschäftsführer der VKU Consult GmbH, die das Innovations-Thema beim VKU verantwortet. Er betont: „Wir haben einen mehr als gelungenen Aufschlag gemacht. Jetzt werden wir den Prozess verstetigen und ab Januar dauerhaft eine Plattform für die deutsche Kommunalwirtschaft etablieren.“

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.460 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit über 262.000 Beschäftigten wurden 2015 Umsatzerlöse von mehr als 115 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 11 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment große Marktanteile in zentralen Versorgungsbereichen (Strom 60 Prozent, Erdgas 65 Prozent, Trinkwasser 87 Prozent, Wärmeversorgung 69 Prozent, Abwasserentsorgung 42 Prozent). Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 66 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Die kommunalen Unternehmen versorgen 5,7 Millionen Kunden mit Breitband. Bis 2018 planen sie Investitionen von rund 1,7 Milliarden Euro, um dann insgesamt 6,3 Millionen Menschen an schnelles Internet anschließen zu können.