Leitfaden für gendersensitive Stellenausschreibungen

Demografischer Wandel und Fachkräftemangel erschweren zunehmend die Suche nach den besten Talenten. Im Gesamtprozess erfolgreicher Personalauswahl sind Instrumente wie Anforderungsprofile für die zu besetzende Stelle, die daraus resultierende Stellenausschreibung, Beurteilungskriterien für schriftliche Unterlagen und strukturierte Interviewleitfäden mit definierten Kriterien mittlerweile gängige Standards.

Aktuelle Forschungsergebnisse zur Auswahl von Führungskräften der TU München zeigen, dass geschlechterspezifische Rollenerwartungen an Männer, Frauen und Führungskräfte ein Grund dafür sein können, dass bei der Personalsuche Beurteilungs- und Auswahlfehler gemacht werden können.

Das Forschungsteam empfiehlt für die Personalauswahl, Bewerberinnen und Bewerber nach verhaltensbasierten und messbaren Anforderungen statt nach globalen Kompetenzen zu beurteilen. Die Forschungsergebnisse zeigten auch, dass Frauen weniger motiviert sind, sich auf Stellenausschreibungen zu bewerben, wenn diese überwiegend männliche Stereotype beinhalten. Umgekehrt ist dies bei Männern nicht der Fall.

Diese Forschungsergebnisse waren für die Arbeitsgruppe Gleichstellung im VKU Abfallwirtschaft und Stadtreinigung VKS Anlass, die aktuellen Erkenntnisse in betriebliche Anwendungsbeispiele zu übersetzen. So ist die Idee entstanden, einen Leitfaden für gendersensitive Stellenausschreibungen zu erarbeiten.

Dieser Leitfaden unterstützt die Unternehmen, Stellenausschreibungen sprachlich so zu gestalten, dass sich Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen fühlen. Damit bietet sich Ihnen die Chance, die gesuchten Fach- und Führungskräfte aus einem größeren Pool an Bewerberinnen und Bewerbern auszuwählen und die am besten geeignete Kandidatin oder den am besten geeigneten Kandidaten zu finden.

Für eingeloggte Mitglieder steht der Leitfaden zum Download zur Verfügung.