Wärmenetze
Preistransparenzplattform Fernwärme wächst weiter
Die Preistransparenzplattform Fernwärme setzt weiterhin ein starkes Zeichen für Offenheit im Wärmemarkt. Die Plattform bildet aktuell 698 Teilnetze mit über 60.000 GWh Wärmeabsatz und 26.000 km Netzlänge ab. Damit sie weiter wächst und aktuell bleibt, ist die Mitwirkung der Branche gefragt.
23.02.26
Die Preistransparenzplattform Fernwärme setzt weiterhin ein starkes Zeichen für Offenheit im Wärmemarkt. Die Plattform bildet aktuell 698 Teilnetze mit über 60.000 GWh Wärmeabsatz und 26.000 km Netzlänge ab. Damit sie weiter wächst und aktuell bleibt, ist die Mitwirkung der Branche gefragt.
Preistransparenzplattform Fernwärme wächst weiter
Die Preistransparenzplattform Fernwärme ermöglicht Verbrauchern einen fundierten Überblick über Preise und Strukturdaten zahlreicher Wärmenetze und erklärt, warum die Preise stark von lokalen Gegebenheiten abhängig sind. Mit dieser Transparenz will die Plattform Vertrauen in die Fernwärme als zentrale Säule der Wärmewende stärken. Die Plattform wird durch den VKU gemeinsam mit AGFW und BDEW betrieben und ist unter www.waermepreise.info abrufbar.
Die Plattform enthält Daten, die monatlich aktualisiert werden und die eindrucksvoll die Dimension und Unterschiedlichkeit der deutschen Wärmenetze aufzeigen: Insgesamt werden inzwischen 698 Teilnetze abgebildet, mit einer Netzlänge von rund 26.304 Kilometern. Der erfasste Wärmeabsatz beträgt 60.125 Gigawattstunden pro Jahr. Gleichzeitig weist die Plattform einen gewichteten Anteil erneuerbarer Energien von 29 Prozent aus, ein deutliches Signal für den fortschreitenden Umbau der Wärmeerzeugung hin zu klimafreundlicheren Quellen.
Diese Zahlen unterstreichen nicht nur die wachsende Bedeutung der Fernwärme für die Energieversorgung in Deutschland, sondern auch die Bereitschaft der Branche, Transparenz aktiv zu gestalten. Ein zentrales Anliegen der PTP bleibt es, Vorwürfen mangelnder Transparenz entgegenzutreten. Nach den Verwerfungen der Energiepreiskrise und mit Blick auf die Vorlage kommunaler Wärmepläne, die oftmals Wärmenetzausbaugebiete ausweisen, bleibt der Informationsbedarf hoch.
Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Vorhaben im Wärmerecht gewinnt die Plattform zusätzlich an Relevanz. Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wird derzeit erwogen, eine verpflichtende Teilnahme an der Preistransparenzplattform einzuführen, um flächendeckend mehr Transparenz im Fernwärmemarkt zu schaffen. Die bisherigen Erfahrungen mit der freiwilligen Teilnahme zeigen bereits deutlich, dass die Branche bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und Offenheit aktiv voranzutreiben.
Wir appellieren daher gemeinsam mit AGFW und BDEW an alle Fernwärmeunternehmen, sich an der Plattform zu beteiligen, ihre Daten einzubringen und regelmäßig zu aktualisieren. Jede zusätzliche Teilnahme und Datenaktualisierung erhöht die Aussagekraft der Plattform und stärkt die Glaubwürdigkeit der gesamten Branche. Transparenz ist kein Selbstzweck, sondern eine zentrale Voraussetzung für Akzeptanz, Investitionssicherheit und den weiteren Ausbau der Fernwärme im Zuge der Wärmewende. Die Preistransparenzplattform bietet dafür den geeigneten Rahmen, sie lebt von der Mitwirkung möglichst vieler Unternehmen.