Pressemitteilung

VKU zum heutigen Mobilfunkgipfel im BMVI

Wenngleich es im heutigen Mobilfunkgipfel nur darum ging, die existierenden Funklöcher im 4G-Netz bis 2021 zu schließen, müssen wir den Blick schon heute auf den zukünftigen Mobilfunkstandard 5G richten. Nur mit diesem neuen Standard wird es möglich sein, den Anschluss an die Zukunft nicht zu verlieren: Ohne 5G keine Smart Cities, ohne 5G keine Chancengleichheit ländlicher Räume bei der Digitalisierung. Dabei können kommunale Unternehmen eine entscheidende Rolle übernehmen.

5G-Mobilfunkstandorte benötigen eine optimale Glasfaseranbindung, dafür stehen kommunale Unternehmen. Stadtwerke können beim 5G-Ausbau erfolgreich Synergien mit ihren anderen Dienstleistungen schaffen. Straßenlaternen und Haltestellen bieten sich beispielsweise als Mobilfunkstandorte für 5G-Antennen an. Eine effektive Steuerung des Verkehrs wird erleichtert, die Parkplatzsuche vereinfacht oder die Mülltonnen so intelligent, das sie dann abgeholt werden, wenn sie voll sind.

Auch bei 5G weiterhin nur auf die 3 großen Mobilfunkanbieter zu setzen, greift deshalb zu kurz. Unser Ziel muss eine möglichst flächendeckende Versorgung sein, damit man bei 5G nicht wie bei 4G über eine Funklochrepublik Deutschland sprechen kann. Notwendig sind dafür lokale und regionale Frequenzen genauso wie ein nationales Roaming.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.460 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit über 260.000 Beschäftigten wurden 2016 Umsatzerlöse von mehr als 113 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 10 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment große Marktanteile in zentralen Versorgungsbereichen (Strom 60 Prozent, Erdgas 65 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Wärmeversorgung 72 Prozent, Abwasserentsorgung 43 Prozent). Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 66 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Die kommunalen Unternehmen versorgen zudem mehr als sechs Millionen Kunden mit schnellem Internet.