Positionen des VKU in Kürze:
- Der VKU fordert rechtssichere, einheitliche und praxistaugliche Informationspflichten für Gaslieferanten sowie eine zentrale Nachweisführung für grüne Gase.
- Für Wärmenetze fordert der VKU einen Effizienzprimärenergiefaktor von 0,4, um klimafreundliche leitungsgebundene Wärme gegenüber anderen Versorgungsoptionen nicht zu benachteiligen.
- Die Bewertung von Treibhausgasemissionen in der Fernwärme sollte durch pauschale, technologieoffene und bürokratiearme Standard- und Effizienzfaktoren vereinfacht werden.
- Der VKU setzt sich für eine vereinfachte Lebenszyklusbilanzierung von Gebäuden ein und fordert die Anerkennung pauschaler Fernwärmefaktoren im Förderrecht.
- Der Rechtsrahmen für Wärmelieferungen sollte durch Anpassungen im CO₂-Kostenaufteilungsrecht und Mietrecht kurzfristig verbessert und wettbewerbsgerecht ausgestaltet werden.
- Der VKU begrüßt die Anerkennung von Klärgas, Klärschlamm und orangem Wasserstoff als Beitrag zur Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft.
- Kritische Infrastrukturen der Wasserwirtschaft sollten von pauschalen Renovierungsanforderungen ausgenommen werden, da ihr Energiebedarf überwiegend prozessbedingt ist.
- Bestehende Prüf- und Inspektionspflichten für technische Anlagen sollten gebündelt werden, um unnötigen Aufwand und zusätz-liche Kosten zu vermeiden.
- Die Vorgaben für Lade- und Leitungsinfrastruktur müssen flexibler und praxistauglicher ausgestaltet werden, insbesondere bei großen Parkplätzen und besonderen Standortbedingungen.