Netzentwicklungsplanung Gas/Wasserstoff
NEP Gas und Wasserstoff 2025: Wichtige Impulse für Wasserstoffhochlauf und integrierte Infrastrukturplanung

Der Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff (NEP) 2025 setzt aus Sicht des VKU wichtige Akzente für den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur. Die kommunalen Unternehmen begrüßen, dass der NEP zentrale Entwicklungen realistisch abbildet.

24.03.26

VKU reicht Stellungnahme zum Entwurf der Koordinierungsstelle für die Netzentwicklungsplanung Gas und Wasserstoff (KO-NEP) ein.

Realistische Planung und stabile Rahmenbedingungen
Der Entwurf berücksichtigt, dass sich der Markthochlauf von Wasserstoff verzögert – etwa durch langwierige Genehmigungen, Lieferkettenprobleme oder noch ausstehende Investitionsentscheidungen. Die zeitliche Anpassung der Umsetzung zentraler Kernnetzmaßnahmen auf 2037 erscheint dem VKU vor diesem Hintergrund folgerichtig. Auch das Festhalten an einer ausreichenden Netzdimensionierung wird positiv bewertet, da alle Szenarien einen deutlichen Zuwachs der Wasserstoffnachfrage zeigen.

Transparenz im Infrastrukturausbau
Kommunale Unternehmen richten eigene Projekte – etwa Elektrolyse, Kraft‑Wärme‑Kopplung oder lokale Netzanbindungen – eng an den Fortschritt des H2‑Netzausbaus aus. Daher wird die im NEP‑Entwurf angelegte Transparenz über Genehmigungsstände und Umsetzungsfortschritte ausdrücklich begrüßt.

Gleichzeitig weist der VKU auf kritische Bereiche hin, in denen Verzögerungen erhebliche Auswirkungen auf laufende Projekte hätten. 

Parallelbetrieb bleibt notwendig
Der Übergang zu einer wasserstoffbasierten Energieversorgung wird über mehrere Jahre den Parallelbetrieb von Methan‑ und Wasserstoffinfrastrukturen erfordern. Die im NEP enthaltene Versorgungssicherheitsbetrachtung Methan 2030 trägt diesem Umstand Rechnung und wird daher positiv hervorgehoben.

Ein flexibler und robuster Netzausbauvorschlag
Der Netzausbauvorschlag im NEP‑Entwurf orientiert sich an unterschiedlichen Szenarien und bleibt zugleich flexibel genug, um auf veränderte Bedarfe reagieren zu können. Er verbindet Startnetz, Kernnetz und zusätzlichen Ausbau zu einer abgestimmten Gesamtplanung, die spätere Engpässe vermeidet und Investitionssicherheit schafft.