Auktionen nEHS 2026
DEHSt ändert Auktionstag im nEHS 2026 auf Mittwoch

Im nationalen Emissionshandel (nEHS) sollen die wöchentlichen Auktionen in diesem Jahr nach aktueller (20.03.2026) Bekanntgabe der DEHSt an einem Mittwoch stattfinden. Zuvor hatte sich die Behörde noch auf den Montag festgelegt. Dieser wäre problematisch für Auktionsteilnehmer, die über einen Dienstleister an den Auktionen teilnehmen wollen.

24.03.26

VKU hatte sich für die Abkehr vom Montag eingesetzt

Anfang Februar dieses Jahres gab die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) den Auktionstag für die in diesem Jahr geplanten Auktionen für Zertifikate im nEHS 2026 bekannt. Hiernach hätten die Auktionen im bekannten Korridor zwischen 55 €/t und 65 €/t immer montags an der EEX stattfinden sollen. Der erste Auktionstermin war für Anfang Juli geplant. Die Auktionen sollten längstens bis November dauern.

Der Wochenanfang ist als Auktionstag ungünstig – vor allen für Auktionsteilnehmer, die über einen Dienstleister mitbieten wollen, was bei kommunalen Unternehmen aus der Energie- und Abfallwirtschaft den Regelfall darstellt. Problematisch ist vor allem, dass Liquidität so über mehrere Tage unverzinst gebunden werden kann – was sich gerade im aktuellen Marktumfeld dynamischer Energiepreise infolge des Iran-Kriegs negativ auswirkt. 

Auktionsteilnehmer, die sich über einen Dienstleister an den Auktionen beteiligen, müssen in Vorkasse gehen. Damit der Dienstleister die finanziellen Mittel rechtzeitig vor der Auktion erhält, müsste die Überweisung bereits in der Vorwoche am Freitag erfolgen. Durch die Knappheit verfügbarer nationaler Emissionszertifikate in den Auktionen und das Auktionsdesign mit der Möglichkeit von Doppelzuteilungen ist davon auszugehen, dass die Nachfrage in den Auktionen das Angebot übersteigt. Das heißt, nicht alle Bieter werden in vollem Umfang bedient. Die im Vorfeld der Auktion überwiesenen liquiden Mittel müssen dann vom Dienstleister wieder zurückfließen. So können potenziell hohe Summen über mehrere Tage unverzinst gebunden sein. 

Ein weiteres Problem sind IT-Probleme, die es nach dem Wochenende bei den Handelspartnern geben kann, die dann am Montag erst noch behoben werden müssen. Auch aus diesem Grund ist der Wochenanfang nicht geeignet. 

Der VKU hat sich mit Unterstützung der EEX gegenüber der DEHSt dafür eingesetzt einen alternativen Wochentag für die Auktionen zu prüfen. Nach Rückmeldung der dazu befragten VKU-Mitgliedsunternehmen wurde mehrheitlich der Mittwoch als geeignet angesehen. Er kollidiert nicht mit den EU-ETS 1-Auktionen. Diese finden für Deutschland freitags statt. 

Wie die DEHSt am 20.03. bekannt gegeben hat, werden die Auktionen von Montag auf Mittwoch verschoben. Somit findet der erste Versteigerungstermin im Jahr 2026 am 01.07. statt. Der voraussichtlich letzte Termin für das Jahr ist für den 28.10.2026 geplant. Weiter Infos finden Sie hier: DEHSt - Homepage - EEX ändert vorläufigen Veräußerungskalender 2026: Versteigerungen finden mittwochs statt