VKU zur AgNes-Zwischenbilanz
VKU zur AgNes-Zwischenbilanz: Bundesnetzagentur sendet bei Netzentgelt-Reform wichtige Signale für Investitionen – Umfrage zeigt weiter großen Handlungsbedarf
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) kommt bei der Reform der Strom-Netzentgelte aus Sicht des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) der Branche in wichtigen Punkten entgegen. Der VKU bewertet viele der heute vorgestellten Eckpunkte zur künftigen Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes) positiv. „Das stärkt die Investitionssicherheit“, sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.
27.05.26
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) kommt bei der Reform der Strom-Netzentgelte aus Sicht des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) der Branche in wichtigen Punkten entgegen. Der VKU bewertet viele der heute vorgestellten Eckpunkte zur künftigen Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes) positiv. „Das stärkt die Investitionssicherheit“, sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.
Berlin, 27. Mai 2026. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) kommt bei der Reform der Strom-Netzentgelte aus Sicht des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) der Branche in wichtigen Punkten entgegen. Der VKU bewertet viele der heute vorgestellten Eckpunkte zur künftigen Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes) positiv. „Das stärkt die Investitionssicherheit“, sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.
Positiv bewertet der Verband vor allem den Schutz bestehender Regelungen für Batteriespeicher. Die diskutierte Einführung von Netzentgelten ab 2029 soll deutlich entschärft werden. Die bestehende Netzentgeltbefreiung für neue Batteriespeicher, die bis Sommer 2029 ans Netz gehen, soll zur Wahrung des Vertrauensschutzes bis dahin bestehen bleiben. Damit reagiert die Behörde auf Befürchtungen in der Branche, dass bereits umgesetzte oder kurz vor der finalen Investitionsentscheidung stehende Speicherprojekte, nachträglich belastet werden könnten
„Kritisch bewerten wir, dass die BNetzA an der Einführung dynamischer Netzentgelte festhalten will“, sagt Liebing. Dynamische Netzentgelte würden tief in bestehende Prozesse eingreifen und seien mit einem hohen Umsetzungsaufwand für Netzbetreiber verbunden. Durch falsche Preissignale könnten Investitionen verzerrt werden, warnt Liebing.
Allerdings will die BNetzA bei den dynamischen Netzentgelten nun auf einen späteren Start setzen und plant eine schrittweise Einführung ab 2030. Das sei eine sehr knappe Frist, gebe aber Zeit für Analysen und technische Umsetzung. „Dynamische Netzentgelte müssen dem Netz nützen, zum Markt passen und verlässlich umsetzbar sein“, fordert Liebing. „Jetzt kommt es auf eine sorgfältige Ausgestaltung mit Augenmaß und in Zusammenarbeit mit der Branche an.“ Im AgNes-Prozess hatte sich der VKU für Baukostenzuschüsse eingesetzt, als einfachere und stärker verursachergerechte Ergänzung.
Bei anderen Punkten sieht der VKU weiterhin Klärungsbedarf. Das betrifft unter anderem neue Gebührenmodelle für Netzkapazitäten, die Beteiligung von Stromerzeugern an den Netzkosten sowie die künftige Behandlung von Sonderregelungen für die Industrie. Auch die Verteilung der Kosten zwischen verschiedenen Nutzergruppen sei noch offen.
Die AgNes-Reform zählt zu den wichtigsten Regulierungsvorhaben der kommenden Jahre. Die Bundesnetzagentur will die finalen Regeln bis Ende 2026 festlegen. Ab 2029 sollen sie gelten.
„Der VKU wird den weiteren Prozess weiterhin konstruktiv und lösungsorientiert begleiten“, betont Liebing. Nach einer Umfrage unter VKU-Mitgliedsunternehmen halten 74 Prozent den aktuellen Regulierungsrahmen für unzureichend, um notwendige Investitionen ins Netz zu ermöglichen. 75 Prozent bewerten ihre finanzielle Lage für den Netzausbau als angespannt oder kritisch.
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Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025
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