Statement zum EU-Pflanzenschutzrecht
VKU warnt vor weiteren Lockerungen im EU-Pflanzenschutzrecht - Unbefristete Pestizid-Zulassungen gefährden Trinkwasserressourcen
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) warnt vor weiteren Regellockerungen im Pflanzenschutzrecht. Anlass ist die gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI) sowie für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI), die sich mit dem Berichtsentwurf des Europäischen Parlaments zum Lebens- und Futtermittel-Omnibus (Food and Feed Omnibus) befassen werden.
07.07.26
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) warnt vor weiteren Regellockerungen im Pflanzenschutzrecht. Anlass ist die gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI) sowie für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI), die sich mit dem Berichtsentwurf des Europäischen Parlaments zum Lebens- und Futtermittel-Omnibus (Food and Feed Omnibus) befassen werden.
Straßburg/Berlin, 07.07.2026. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) warnt vor weiteren Regellockerungen im Pflanzenschutzrecht. Anlass ist die gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI) sowie für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI), die sich mit dem Berichtsentwurf des Europäischen Parlaments zum Lebens- und Futtermittel-Omnibus (Food and Feed Omnibus) befassen werden. Nach Einschätzung des VKU könnten die vorgeschlagenen Änderungen noch deutlich über die bisherigen Vorschläge der Europäischen Kommission hinausgehen.
Karsten Specht, VKU-Vizepräsident und Geschäftsführer des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) erklärt:
„Unbefristete Zulassungen für Pflanzenschutzmittel? Wir sagen deutlich Nein! Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, Pestizide ohne turnusmäßige Überprüfung zu genehmigen. Der jetzt anstehende Berichtsentwurf des Europaparlaments zum Lebens- und Futtermittel-Omnibus könnte sogar noch deutlich weitergehende Regellockerungen für den Pflanzenschutz vorsehen und zudem die Informationspflichten gegenüber Wasserversorgern streichen. Das würde unsere Trinkwasserressourcen gefährden. Die EU-Trinkwasserrichtlinie schreibt strenge Grenzwerte für das Trinkwasser vor. Unbefristete Pestizid-Zulassungen würden diese unterlaufen. Die Folge: Die Kosten für die Wasseraufbereitung steigen und verteuern unser Wasser aus der Leitung. Das Beispiel der PFAS-Pestizide zeigt, wie wichtig regelmäßige Überprüfungen einschließlich der Abbauprodukte sind. Nur so können Wirkstoffe rechtzeitig verboten werden.“
Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025
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