VKU-Positionspapier zu Pachtflächenbegrenzung
Hohe Pachtpreise für Windparkflächen: VKU fordert gesetzliche Begrenzung im EEG
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) fordert eine gesetzliche Begrenzung überhöhter Flächenpachten für Windenergieanlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In einem Positionspapier schlägt der VKU als möglichen Richtwert einen Anteil von drei bis fünf Prozent der jährlichen Erlöse eines Windparks vor.
12.06.26
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) fordert eine gesetzliche Begrenzung überhöhter Flächenpachten für Windenergieanlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In einem Positionspapier schlägt der VKU als möglichen Richtwert einen Anteil von drei bis fünf Prozent der jährlichen Erlöse eines Windparks vor.
Berlin, den 12.06.2026. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) fordert eine gesetzliche Begrenzung überhöhter Flächenpachten für Windenergieanlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In einem Positionspapier schlägt der VKU als möglichen Richtwert einen Anteil von drei bis fünf Prozent der jährlichen Erlöse eines Windparks vor. „Die Entwicklung auf dem Flächenmarkt ist aus dem Ruder gelaufen“, sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing. Der starke Anstieg der Pachtpreise in den vergangenen Jahren gefährde die Wirtschaftlichkeit von Projekten und damit den Ausbau erneuerbarer Energien.
Nach Angaben des Verbandes hat der Wettbewerb um geeignete Flächen in den vergangenen Jahren zu einem starken Anstieg der Pachtforderungen geführt. „Wenn Verpächter bis zu 30 Prozent der Umsätze verlangen, ist das weder nachhaltig noch volkswirtschaftlich sinnvoll. Die Kosten werden am Ende von der Allgemeinheit über den Bundeshaushalt getragen“, so Liebing.
Kommunale Unternehmen und andere langfristig orientierte Marktteilnehmer würden zunehmend ins Hintertreffen geraten. Während einige Marktteilnehmer auf kurzfristige Gewinne, gezielte Nachverhandlungen oder den Weiterverkauf von Projekten setzten, investierten Stadtwerke langfristig vor Ort und übernähmen Verantwortung für die regionale Energieversorgung. „Kommunale Unternehmen stehen für Verlässlichkeit, Bürgernähe und langfristige Investitionen. Wenn sie im Wettbewerb um Flächen systematisch unterliegen, gefährdet das regionale Wertschöpfung und Akzeptanz der Energiewende“, sagte Liebing.
Der VKU begrüßt, dass sich die Bundesregierung entsprechend der Vereinbarung im Koalitionsvertrag einer Begrenzung der Flächenpachten im EEG annehmen will. Eine gesetzliche Regelung müsse differenziert und rechtssicher ausgestaltet werden. „Ein pauschaler Deckel greift zu kurz. Wir brauchen eine Lösung, die regionale Unterschiede berücksichtigt und Investitionen weiterhin ermöglicht. Auf den Umsatz vor Ort abzustellen, ist daher richtig “, so Liebing.
„Die Energiewende darf nicht an überzogenen Renditeerwartungen einzelner Flächeneigentümer scheitern“, sagt Liebing. „Wir brauchen einen funktionierenden und fairen Flächenmarkt, im Interesse der Versorgungssicherheit, der Bezahlbarkeit von Energie und des Klimaschutzes.“
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VKU-Positionspapier zu Pachtflächenbegrenzung
VKU fordert Neustart für die Energiewende und stellt Handlungsvorschläge zur Diskussion
Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025
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