Start in die Freibadsaison
Eintrittspreise stabil, Pommes 5,50 Euro: VKU-Umfrage zum Start der Freibäder

Im Mai startet vielerorts die Freibadsaison. Mehr als drei Viertel der Badbetreiber können ihre Eintrittspreise stabil halten (77 Prozent), gut jedes fünfte Bad (23 Prozent) muss seine Preise erhöhen. Das geht aus einer Umfrage unter 94 Badbetreibern des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) hervor.

08.05.26

Berlin, 08.05.2026. Im Mai startet vielerorts die Freibadsaison. Mehr als drei Viertel der Badbetreiber können ihre Eintrittspreise stabil halten (77 Prozent), gut jedes fünfte Bad (23 Prozent) muss seine Preise erhöhen. Das geht aus einer Umfrage unter 94 Badbetreibern des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) hervor.  

Knapp 70 Prozent der Badbetreiber (69 Prozent) erwarten ähnlich viele Besucher wie im Vorjahr, mehr als jeder vierte geht von mehr Besuchern aus (29 Prozent). 2025 kamen im Schnitt 70.000 Gäste pro Freibad kamen (zum Vergleich: 2024 waren es 75.000).  

77 Prozent der Badbetreiber können ihre Eintrittspreise im Vergleich zum Vorjahr stabil halten, 23 Prozent müssen die Preise erhöhen. Gründe sind vor allem die gestiegenen Sanierungs- und Betriebskosten. Und da für viele, Freibad und Pommes zusammengehören: In 97 Prozent der befragten Bäder kostet die Portion Pommes rot-weiß in der Freibadsaison 2026 höchstens 5,50 EUR. In 15 Prozent kosten sie sogar weniger als 3,50 EUR.  

Gleichwohl bleibt der Blick in die Zukunft düster: 73 Prozent der Badbetreiber rechnen damit, dass sich ihre finanzielle Lage in den nächsten fünf Jahren verschlechtern wird. 20 Prozent gehen davon aus, dass die Lage gleichbleiben wird. Eine Verbesserung erwarten nur 7 Prozent der Befragten. Jeder fünfte Badbetreiber (21 Prozent) erwägt sogar, sein Bad zu schließen.  

„Auch wenn von flächendeckendem Bädersterben keine Rede sein kann, so zeigen die Rückmeldungen der Betreiber doch klaren Handlungsbedarf. Bundes- und Landesregierungen sind aufgefordert, sich weiterhin um den Erhalt der Bäder zu kümmern. Auch wenn die bereitgestellten Fördergelder von einer Milliarde Euro ein Schritt in die richtige Richtung sind: Wir brauchen bessere und besser ausgestattet Förderprogramme für den Erhalt unserer Schwimmbäder.“, so Liebing.  

Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag 1 Milliarde Euro für Sportstätten verankert. Liebing betont die Bedeutung der Bäder: „Schwimmbäder sind der kleine Sommer für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es sind die Orte für Gesundheit, für Fitness und Orte, an denen wir die Lebensfertigkeit Schwimmen erlernen und sich Menschen aller sozialen Milieus austauschen. All das darf keine Frage des Wohnorts oder der Haushaltslage der Kommune sein. Zumal uns die zunehmende Zahl von Kindern, die nicht schwimmen können, Sorge bereitet.“ 

Hintergrund:
Für die VKU-Bäder-Umfrage wurden 250 Badbetreiber, die Mitglied im VKU sind, im Zeitraum vom 08. April2026 bis 24. April 2026 per Mail angeschrieben. 94 Badbetreiber nahmen teil. Das entspricht einer Rücklaufquote von 37,6 Prozent. 
 

Das Fragebogendesign:

Wir haben unsere Eintrittspreise für das Freibad in 2025 im Vergleich zum Vorjahr... 

  • Erhöht: 23 Prozent  
  • Gesenkt: 0 Prozent  
  • Beibehalten: 77 Prozent


Der Preis für eine normale Portion Pommes mit Ketchup/Mayo beträgt in 2026 (wenn Sie nur die Portionen klein und groß anbieten, geben Sie gerne einen Durchschnittswert an

  • Zwischen 2 bis 3,50 EUR: 15 Prozent
  • Zwischen 3,50 bis 5,00 EUR: 82 Prozent
  • Mehr als 5,50 EUR: 3 Prozent 


Erwarten Sie im Vergleich zu 2025 mehr, weniger oder gleich viele Besucher in der Freibadsaison 2026?

  • Wir erwarten mehr Besucher als 2025: 29 Prozent  
  • Wir erwarten ähnlich viele Besucher als 2025: 69 Prozent  
  • Wir erwarten weniger Besucher als 2024: 3 Prozent


Mit Blick auf die finanzielle Lage: Wie schauen Sie auf die kommenden fünf Jahre?

  • … sich verbessern: 7 Prozent  
  • … gleichbleiben: 20 Prozent  
  • … sich verschlechtern: 73 Prozent


Stichwort Debatte um das Bädersterben: Erwägen Sie, kurz- oder mittelfristig Bäder schließen zu müssen?

  • Ja: 21 Prozent  
  • Nein: 79 Prozent

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025

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