VKU-Stellungnahme
VKU-Stellungnahme zu den AgNes-Orientierungspunkten zu Einspeiseentgelten

30.03.26

Deckblatt der Publikation VKU-Stellungnahme zu den AgNes-Orientierungspunkten zu Einspeiseentgelten
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Einleitung 

Mit der Veröffentlichung der Orientierungspunkte zu Einspeisenetzentgelten weitet die Bundesnetzagentur (BNetzA) im Rahmen des AgNes-Prozesses ihre Überlegungen zu einer zukünftigen Netzentgeltsystematik (NES) aus. Nach den Vorstellungen der BNetzA sollen für Einspeiser künftig sowohl ein Kapazitätsentgelt als auch ein dynamischer Arbeitspreis als Anreizkomponente im neuen Netzentgeltsystem zur Anwendung kommen. Der VKU begrüßt die transparente Darstellung der Orientierungspunkte und die Möglichkeit, die Überlegungen der BNetzA bereits im Frühstadium einordnen und bewerten zu können. Die bisherigen Überlegungen der BNetzA würden einen erheblichen und tiefgreifenden Eingriff in alle Wert schöpfungsstufen der Energiewirtschaft darstellen. Bereits in seiner Stellungnahme zum Auftaktpapier hat sich der VKU klar gegen die Einführung von Einspeisenetzentgelten im originären Sinne ausgesprochen. Nach Bewertung der nun vorliegen den Orientierungspunkte bekräftigt der VKU diese Position. Die Einführung eines Kapazitäten gelts wird durch den VKU abgelehnt. Auch die vorgeschlagene Ausgestaltung der dynamischen Netzentgeltkomponente ist aus Sicht des VKU abzulehnen. Wie von der BNetzA im Orientierungspapier vorgeschlagen, wäre eine Beteiligung von neuen, künftigen Einspeisern an den Netzkosten über Baukostenzuschüsse (BKZ) nach Auffassung des VKU grundsätzlich der Ansatz, der im weiteren Prozess weiter ausgearbeitet werden sollte. Im Folgenden werden die zentralen Kritikpunkte an den im Orientierungspapier dargestellten Vorschlägen zu Einspeisenetzentgelten vertieft dargelegt. Die Bundesnetzagentur hat im Rahmen der Workshops hervorgehoben, im AgNes-Reformprozess für systematisch ausgereifte Ideen offen zu sein. Vor diesem Hintergrund entwickelt die Stellungnahme einen in sich geschlossenen, konsistenten und fachlich tragfähigen Vorschlag, der im Anhang ausführlicher erläutert wird und der geeignet ist, die angestrebten Reformziele effektiv zu erreichen und die AgNes-Reform in zentralen Punkten entscheidend voranzubringen. Das unter dem Arbeitstitel „Netzentlastungsentgelt (NEE)“ ausgearbeitete Modell stellt eine klar strukturierte, einfach umsetzbare und leistungsorientierte Anreizkomponente für Einspeiser bereit. Es fördert netzdienliches Verhalten von Einspeisern wirksam und ermöglicht zugleich eine ihrer Systementlastung angemessene Honorierung.