Pressemitteilung vom 28. Juni 2017

VKU Sachsen begrüßt Beschluss zu NEMoG: "Millionen-Plus" für die Kommunalwirtschaft

„Die Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte und der Abbau von vermiedenen Netznutzungsentgelten sind richtige und wichtige Weichenstellungen, die unser Verband bundesweit immer gefordert hat. Insofern ist die Entscheidung ein Erfolg auf der ganzen Linie“, sagt Dr. Norbert Menke, Vorsitzender der VKU Landesgruppe Sachsen und Sprecher der Geschäftsführung der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft.
Ursprünglich war unter anderem vorgesehen, die Vergütung für steuerbare Anlagen zu streichen, die mit ihrer dezentralen Erzeugung dazu beitragen, Netznutzung zu reduzieren und damit Netzkosten zu senken. Lastnähe, Steuerbarkeit und Flexibilität von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen sind aber für ein modernes und wettbewerbliches Strommarktdesign unverzichtbar. Sie stabilisieren darüber hinaus das System, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. 
Menke: „Die aktuelle Entscheidung entlastet die Netzentgelte und trägt der wichtigen Systemdienstleistung der Kommunalwirtschaft im Energiesektor Rechnung. Für die sächsische Kommunalwirtschaft bedeutet sie ein Plus von jährlich rund 30 Millionen Euro.“

In Sachsen sind 55 kommunale Unternehmen im VKU organisiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen in Sachsen leisten jährlich Investitionen in Höhe von über 400 Millionen Euro, erwirtschaften einen Umsatz von über 5,8 Milliarden Euro und sind wichtiger Arbeitgeber für mehr als 8.000 Beschäftigte.