Infoschrift in Vorbereitung
Unfallgeschehen in der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung

Mit der Umfrage zum Unfallgeschehen in der Abfallwirtschaft und bei der Stadtreinigung erfragt der VKU regelmäßig aktuelle Daten in Bezug auf Unfallhäufigkeit, Unfallschwere und Ausfalltage in der Entsorgungswirtschaft und stellt nach der Auswertung kompakte Informationen zum betrieblichen Unfallgeschehen zur Verfügung.

23.06.26

Für die Arbeitssicherheit gehört die Auswertung betriebseigener Arbeitsunfälle in Form von Berichten, übersichtlichen Diagrammen oder Statistiken zum Alltag. Um die eigenen Daten mit denen anderer kommunaler Abfallwirtschaftsbetriebe vergleichen zu können, führt der VKU Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS) in regelmäßigen Abständen eine Umfrage zum Unfallgeschehen unter seinen Mitgliedern durch.

Ziel der anschließenden systematischen Aufbereitung der Arbeitsunfallzahlen ist neben der Vergleichbarkeit insbesondere die Unterstützung der Präventionsarbeit in den Betrieben. Denn nur auf der Grundlage belastbarer Daten können Strategien zur Vermeidung von Unfällen weiterentwickelt werden.

Mit der aktuellen Umfrage wurden mittels Online-Fragebogen Unfallzahlen für die Jahre 2022 bis 2025 erhoben. Nun werden die Daten umfassend ausgewertet und in einer neuen Infoschrift veröffentlicht. 

Insgesamt konnten 102 Erhebungsbögen in die Auswertung einbezogen werden – mehr als im Jahr 2022, in dem lediglich 90 Rückmeldungen vorlagen. Damit liegt die Rücklaufquote bei knapp 25 Prozent und zeigt ein grundsätzlich hohes Interesse und eine solide Beteiligung, auch wenn eine weitere Steigerung wünschenswert wäre.

Die Ergebnisse ermöglichen eine fundierte Interpretation der aktuellen Verhältnisse in den Betrieben und bieten zugleich eine hilfreiche Grundlage für den Vergleich eigener Kennzahlen mit denen der Branche.

Im Durchschnitt wurden bei den Teilnehmenden jährlich 1.603 Arbeitsunfälle gemeldet (ohne Wegeunfälle und mit einer Ausfallzeit von mehr als drei Kalendertagen). Gleichzeitig ergaben sich durchschnittlich 31.067 Ausfalltage pro Jahr bei den teilnehmenden Unternehmen (N = 75).

Zwischen den abgefragten Tätigkeitsbereichen zeigen sich deutliche Unterschiede. Im Vergleich zu früheren Umfragen ist insgesamt eine erhöhte Tausend-Mann-Quote festzustellen.

Letztlich sind Arbeitsunfälle so vielfältig wie das Arbeitsleben selbst. Es wird nie möglich sein, alle Unfälle zu verhindern. Dennoch können Anzahl und Schwere der Unfälle reduziert werden, wenn wir uns systematisch mit den Ereignissen befassen und voneinander sowie aus Erfahrungen lernen. Oberste Priorität zur Vermeidung von Unfällen muss es sein, eine nachhaltige Präventionskultur zu etablieren. Auch hierzu wird die Infoschrift Hinweise geben und Best-Practice-Beispiele aufzeigen.