EU-Initiative für Klimaresilienz
EU-Initiative für Klimaresilienz und Klimarisikomanagement

Europa soll klimaresilienter werden. Daher hat die EU-Kommission 2025 die europäische Initiative für Klimaresilienz und -risikomanagement angestoßen. Der VKU fordert Augenmaß sowie strikte Beachtung des Subsidiaritätsprinzips.

26.02.26

Extreme Wettereignisse führen europaweit zu erheblichen Schäden und Kosten. Mit der Initiative für Klimaresilienz und Klimarisikomanagement will die EU-Kommission die Mitgliedstaaten bei der Anpassung besser unterstützen will die EU-Kommission die Mitgliedstaaten bei der Anpassung besser unterstützen. Dazu soll die Klimaanpassung sowie Resilienz in allen relevanten Politikbereichen der EU gestärkt werden. Insbesondere kritische Infrastrukturen, wie die Wasserver- und Abwasserentsorgung, die Energieversorgung, die Verkehrsnetze, aber auch die Landwirtschaft, der Lebensmittelsektor und der Gesundheitssektor sollen dabei auf die zukünftigen Herausforderungen im Kontext des Klimawandels vorbereitet werden. Dazu will die EU-Kommission einen kohärenten, politikfeldübergreifenden Rahmen schaffen, der aus legislativen, aber auch nicht-legislativen Maßnahmen bestehen soll. Neben neuen Geschäftsmöglichkeiten für KMU will die EU-Kommissionen auch den Verwaltungsaufwand für die Überwachung und Berichterstattung über die Fortschritte bei der Anpassung an den Klimawandel reduzieren. Ferner sollen bestehende Finanzmittel besser für Anpassungsmaßnahmen genutzt und zukünftige Investitionen besser an Klimarisiken angepasst werden.

Global denken – lokal handeln

Der VKU begrüßt, dass die Kommission die derzeitigen Maßnahmen überprüft und dabei den bestehenden Aufwand reduzieren will. Die Anpassungen sollten sehr spezifisch erfolgen. Der VKU spricht sich gegen eine signifikante Ausdehnung weiterer Maßnahmen, insbesondere rechtlicher Vorgaben aus. Stattdessen müssen zunächst die bestehenden Vorgaben europaweit umgesetzt und ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt werden. Neue Vorgaben sollte die EU-Kommission mit Augenmaß in Betracht ziehen. Da Klimaanpassung vor Ort stattfindet, ist das Subsidiaritätsprinzip zu achten. Die Verantwortlichen brauchen hier zuallererst die notwendigen Mittel und Möglichkeiten, um sich spezifisch auf die Klimafolgen vorzubereiten. 

Der VKU hat sich im vergangenen Jahr an der ersten Sondierung mit einer Stellungnahme sowie an der aktuellen öffentlichen Konsultation mit einem Antwortbogen beteiligt.

Die Initiative soll Ende des Jahres angenommen werden.