Digitale Mobilität
VKU-DigiNetzWerk zeigt, wie KI Mobilität und kommunale Prozesse verändert
Beim Treffen des VKU-DigiNetzWerks am 13. März diskutierten rund 100 Teilnehmende, wie KI kommunale Mobilität und operative Abläufe verändert. Staatssekretär Arne Herz stellte Berlins Modellregion vor, während Neuwied in Kooperation mit Zolitron und geoCapture konkrete KI-Anwendungen aus der Praxis präsentierten.
18.03.26
Beim Treffen des VKU-DigiNetzWerks am 13. März diskutierten rund 100 Teilnehmende, wie KI kommunale Mobilität und operative Abläufe verändert. Staatssekretär Arne Herz stellte Berlins Modellregion vor, während Neuwied in Kooperation mit Zolitron und geoCapture konkrete KI-Anwendungen aus der Praxis präsentierten.
Modellregion Berlin trifft kommunale Praxis: KI im Realbetrieb
Am 13.03.2026 hat das DigiNetzWerk gemeinsam mit dem Mobilitätsnetzwerk des VKU getagt und rund 100 Personen sind der digitalen Einladung gefolgt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Künstliche Intelligenz kommunale Mobilität, Einsatzsteuerung und Geräteverwaltung bereits heute verändert und welche politischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von Arne Herz, Staatssekretär für Mobilität und Verkehr des Landes Berlin. Mittelpunkt seines Beitrags war die Vorstellung der neuen Metropol-Modellregion Mobilität, in der Berlin seit dem 19.01.2026 Partner ist. Herz erläuterte, dass Berlin gemeinsam mit Hamburg und dem Bund zeigen wolle, „welche Projekte rund um das Thema Verkehr in den Metropolen umgesetzt werden“. Seine Teilnahme verlieh der Veranstaltung besondere Relevanz, da er politische Leitplanken und konkrete Anwendungsfälle direkt mit der kommunalen Praxis spiegelte.
Inhaltlich stellte Herz drei zentrale Innovationsfelder vor: autonome Shuttle-Angebote im BVG-Projekt NoWel4, die Erweiterung des digitalen Testfelds Stadtverkehr sowie die verstärkte Nutzung innovativer Verkehrsdaten. So sollen vernetzte Infrastrukturen wie Road-Side-Units künftig Informationen direkt aus den Lichtsignalanlagen an Verkehrsteilnehmende senden. Anwendungen wie die VeloFlow-Anzeige zeigen bereits heute, wie digitale Infrastruktur Radfahrenden vorausschauende Ampelinformationen liefert. Zudem ermöglichen Floating-Car- und Mobilfunkdaten erstmals faktenbasierte Analysen zu Staus, Durchgangsverkehren oder Wirtschaftsverkehren.
Neben den politischen Impulsen standen zwei Praxisbeispiele im Fokus, die zeigen, wie KI operative Prozesse in kommunalen Unternehmen verbessert.
- Das Unternehmen Zolitron präsentierte die datenbasierte Einsatzsteuerung in der Straßenreinigung der Stadt Neuwied. Ausgangspunkt waren veraltete Daten und Insellösungen. Durch Sensorik, digitale Tourenplanung und automatisierte Auswertungen wurde sichtbar, „wie wirklich gefahren wird“ und wo Optimierungspotenziale liegen. Die Ergebnisse: effizientere Routen, weniger Überleerungen, bessere Dokumentation und schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeitender.
- Das Fördermitglied geoCapture zeigte, wie KI die Geräte- und Fuhrparkverwaltung modernisiert. Stammdaten können per Foto automatisch erfasst werden. Wartungen werden KI-basiert vorgeschlagen, Rechnungen automatisch zugeordnet und Berichte wie Bautagebücher oder Prüfprotokolle intelligent generiert. Die Lösung spart nicht nur Zeit, sondern schafft eine vollständige digitale Dokumentation.
Schlussendlich wurde beim Treffen deutlich, KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern ein Werkzeug, das die Kommunalwirtschaft strategisch wie operativ stärkt. Kommunale Unternehmen profitieren gleichermaßen von datenbasierten Entscheidungen und effizienteren Abläufen für eine nachhaltigere Mobilität.