Dekarbonisierung, digitale Netze, smarte Planung: Diese Projekte setzen neue Maßstäbe
STADTWERKE AWARD 2026 prämiert innovative Lösungen für die kommunale Energiewende

Im Rahmen des VKU-Stadtwerkekongress sind heute in Berlin die Gewinner des STADTWERKE AWARDs 2026 ausgezeichnet worden. Den ersten Platz belegten die stadtWERKE Feuchtwangen KU mit ihrem ganzheitlichen, regionalen Dekarbonisierungskonzept. Das Konsortium aus der Stadtwerke Saarbrücken Netz AG und der greenventory GmbH erreichte Rang zwei für eine intelligente, Algorithmen-basierte Infrastrukturplanung. Platz drei ging an die Hamburger Energienetze GmbH für ihre zukunftsweisende Open-Source-Datenplattform „gridlytics“.

17.09.26

Berlin, 17.09.2026. Im Rahmen des VKU-Stadtwerkekongress sind heute in Berlin die Gewinner des STADTWERKE AWARDs 2026 ausgezeichnet worden. Den ersten Platz belegten die stadtWERKE Feuchtwangen KU mit ihrem ganzheitlichen, regionalen Dekarbonisierungskonzept. Das Konsortium aus der Stadtwerke Saarbrücken Netz AG und der greenventory GmbH erreichte Rang zwei für eine intelligente, Algorithmen-basierte Infrastrukturplanung. Platz drei ging an die Hamburger Energienetze GmbH für ihre zukunftsweisende Open-Source-Datenplattform „gridlytics“. Prämiert wurden Projekte, die Praxisnähe, Innovationskraft und hohe Übertragbarkeit verbinden und damit wichtige Impulse für die Energiewirtschaft setzen.

„Der Erfolg der Energiewende und der Transformation unserer Infrastruktur entscheidet sich zu einem großen Teil durch regionale Projekte, denn dort findet die Energiewende statt“, betonte Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH und Initiator des STADTWERKE AWARD. „Die Siegerprojekte machen deutlich, dass Stadtwerke längst weit mehr leisten als die klassische Strom-, Gas- und Wasserversorgung. Mit digitalen Innovationen und intelligenten Dekarbonisierungslösungen entwickeln sie Konzepte mit Vorbildcharakter für die gesamte Branche. Sie verbinden Innovationskraft mit kommunaler Verankerung und schaffen damit die Grundlage für eine zukunftsfähige Energieversorgung.“

Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), hob insbesondere die Bedeutung langfristiger Investitionen hervor: „Gerade in Zeiten knapper kommunaler Kassen und tiefgreifender Veränderungen in der Energieversorgung braucht es Mut und Weitsicht. Die diesjährigen Sieger zeigen, wie wirtschaftliche Vernunft und struktureller Wandel erfolgreich zusammenwirken können. Davon profitieren die Menschen vor Ort und ihre Kommunen sowie der Wirtschaftsstandort Deutschland gleichermaßen.“ 


1. Platz: stadtWERKE Feuchtwangen KU – Dekarbonisierung der Region Feuchtwangen 


Mit dem Projekt „Dekarbonisierung der Region Feuchtwangen“ gewinnen die stadtWERKE Feuchtwangen KU den ersten Platz des STADTWERKE AWARDs 2026. Auf Basis einer gemeinsam mit der Hochschule Ansbach und der Siemens AG erstellten Studie verfolgen die Stadtwerke das Ziel, die Strom- und Wärmeversorgung der Region bis 2035 weitgehend zu dekarbonisieren. Das dezentrale Konzept verbindet den Ausbau von PV-Freiflächenanlagen (24 MW), einen 10 MW / 20 MWh Großbatteriespeicher sowie gesicherte Flächen für 21 Windkraftanlagen mit der Errichtung eines 5 MW Elektrolyseurs mit Abwärmenutzung. Unter Einbindung von Digitalen Zwillings-Systemen, Smart Metern und Power Purchase Agreements (PPA) für Gewerbe und Industrie beweist das fränkische Stadtwerk, wie auch im ländlichen Raum dank Kooperation und regionaler Wertschöpfung die Dekarbonisierung einer Region auf den Weg gebracht werden kann.

 

2. Platz: Stadtwerke Saarbrücken Netz AG & greenventory GmbH – Algorithmen-basierte Infrastrukturplanung zur Maximierung der Investitionseffizienz 

Den zweiten Platz sicherte sich das Konsortium aus der Stadtwerke Saarbrücken Netz AG und der greenventory GmbH für ihr Kooperationsprojekt „Algorithmen-basierte Infrastrukturplanung zur Maximierung der Investitionseffizienz“. Vor dem Hintergrund alternder Netze und hoher Investitionsbedarfe schafften die Partner einen Digitalen Zwilling, der spartenübergreifend Daten harmonisiert und visualisiert. Ein eigens entwickelter Algorithmus berechnet präzise Priorisierungs-Scores für Netzerneuerungen auf Straßenebene. Durch die Verknüpfung von Strom-, Gas- und Fernwärmenetzplanung mit den Vorgaben der Kommunalen Wärmeplanung werden Tiefbaumaßnahmen gebündelt, Mehrfachaufbrüche vermieden und das verfügbare Kapital dort eingesetzt, wo es den höchsten Impact erzielt.

 

3. Platz: Hamburger Energienetze GmbH – gridlytics 

Platz drei ging an die Hamburger Energienetze GmbH für ihr Projekt „gridlytics“. Das Unternehmen hat eine zentrale, vollständig quelloffene Netzdatenplattform im eigenen Rechenzentrum aufgebaut. „gridlytics“ bündelt Daten aus der Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (OT) in einem einheitlichen Netzdatenmodell und macht Zeitreihen langfristig für Visualisierungen, Reportings, Alerting sowie KI-basierte Prognosen nutzbar. Durch den konsequenten Verzicht auf proprietäre Herstellersysteme sichert die Lösung volle Daten- und Technologiesouveränität und spart bereits heute Lizenz- und Pflegekosten ein. Mit vereinfachten Planungsprozessen, optimierter Instandhaltung und beschleunigter Netzintegration von Erneuerbaren Energien überzeugt das Projekt als wegweisendes Vorbild für alle Verteilnetzbetreiber.


Über den STADTWERKE AWARD

Der STADTWERKE AWARD wird seit 2010 einmal jährlich vergeben, seit 2016 auf dem VKU-Stadtwerkekongress gemeinsam mit der VKU Akademie und der ZFK. Der Preis für ganzheitliche Vorbildprojekte von Stadtwerken und kommunalen Unternehmen wurde von Sven Becker, dem Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke-Kooperation Trianel, ins Leben gerufen, um die vielfältigen Anstrengungen von Stadtwerken bei der Gestaltung der Energiewende und dem Wandel der Energiewirtschaft zu würdigen. Seit 2018 werden die Gewinner des STADTWERKE AWARD auch mithilfe einer Publikumsstimme ermittelt. Dazu werden die von einer Expertenjury ausgewählten nominierten Projekte in der ZFK vorgestellt und zur digitalen Abstimmung gestellt. Die ZFK-Publikumsstimme geht mit einem Drittel in das Endergebnis ein. Die übrigen zwei Drittel entfallen auf die Jury. Der diesjährigen Expertenjury gehören an: Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung, Trianel GmbH; Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer, Verband kommunaler Unternehmen e.V; Georg Friedrichs, Vorstandsvorsitzender, GASAG AG; Klaus Hinkel, Chefredakteur, ZFK; Jarno Wittig, Geschäftsführer, VKU Service GmbH und Tobias Zuckschwerdt, Geschäftsführer, SWKiel Netz GmbH.

 

Weitere Informationen: www.stadtwerke-award.net

 

Ansprechpartner:

Ingela Marré, Pressesprecherin, Trianel GmbH
Fon +49 241 41320-543 | Mobil +49 160 899 47 19 | Mail i.marre(at)trianel(dot)com

Thorben Braß, Referent Unternehmenskommunikation, Trianel GmbH
Fon +49 241 41320-245 | Mobil + 49 160 933 959 83| Mail t.brass(at)trianel(dot)com

Stefan Luig, Pressesprecher, Abteilung Kommunikation und Public Affairs, Verband kommunaler Unternehmen, Fon +49 30 5850-226 | Mobil +49 170 8580-226 | E-Mail luig(at)vku(dot)de

STADTWERKE AWARD 2026

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025

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