Bundestagsanhörung zum Düngegesetz
Sauberes Grundwasser braucht klare Regeln: VKU mahnt Nachbesserungen am Düngegesetz an
Der Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Karsten Specht, nimmt heute als Sachverständiger an der öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat zum Düngegesetz teil. Aus Sicht des VKU sind strengere und verlässliche Regelungen zum Schutz des Grundwassers erforderlich.
08.09.26
Der Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Karsten Specht, nimmt heute als Sachverständiger an der öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat zum Düngegesetz teil. Aus Sicht des VKU sind strengere und verlässliche Regelungen zum Schutz des Grundwassers erforderlich.
Berlin, 08.09.2026. Der Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Karsten Specht, nimmt heute als Sachverständiger an der öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat zum Düngegesetz teil. Aus Sicht des VKU sind strengere und verlässliche Regelungen zum Schutz des Grundwassers erforderlich.
VKU-Vizepräsident Karsten Specht: „Sauberes Grundwasser ist unverzichtbar für eine sichere, nachhaltige und bezahlbare Trinkwasserversorgung. Deshalb ist vorbeugender Gewässerschutz nicht nur Umwelt- und Gesundheitsschutz, sondern auch aktiver Verbraucher- und Kostenschutz. Jede zusätzliche Belastung unserer Trinkwasserressourcen erhöht den Aufwand für die Aufbereitung und damit langfristig die Kosten für Verbraucher und Mittelstand.
Der vorliegende Gesetzentwurf bleibt beim Schutz unserer Trinkwasserressourcen weit hinter den Erfordernissen zurück. Angesichts weiterhin hoher Nitratbelastungen brauchen wir klare und verbindliche Leitplanken statt einer Vertagung wesentlicher Entscheidungen auf spätere Verordnungen. Zugleich dürfen Transparenz und das Verursacherprinzip nicht geschwächt werden. Nährstoffüberschüsse müssen nachvollziehbar erfasst und belastete Gebiete realitätsgerecht ausgewiesen werden. Nur wenn Belastungen sichtbar gemacht werden, können Schutzmaßnahmen zielgenau greifen.
Sauberes Grundwasser ist keine Selbstverständlichkeit. Es braucht klare Regeln, wirksame Kontrollen und konsequentes Handeln. Nur so bleibt Trinkwasser überall in Deutschland auch in Zukunft sicher, nachhaltig und bezahlbar.“
Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025
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