VKU-Stellungnahme
Gemeinsame Stellungnahme zur BNetzA-Datenerhebung eingereicht
Datenerhebung zum Effizienzvergleich unter der Lupe: Die Verbände BDEW, GEODE und VKU haben fristgerecht ihre gemeinsame Stellungnahme bei der Beschlusskammer 8 der Bundesnetzagentur eingereicht. Im Fokus der Kritik stehen unrealistische Abgabefristen, erhebliche Sicherheitsrisiken bei hochauflösenden GIS-Netzdaten sowie Unklarheiten bei den neuen Abfragen zum vorausschauenden Netzausbau. Erfahren Sie hier, welche Kernforderungen die Verbände stellen, um eine praxistaugliche und datensichere Regulierung für die Verteilernetzbetreiber zu erwirken.
27.10.26
Datenerhebung zum Effizienzvergleich unter der Lupe: Die Verbände BDEW, GEODE und VKU haben fristgerecht ihre gemeinsame Stellungnahme bei der Beschlusskammer 8 der Bundesnetzagentur eingereicht. Im Fokus der Kritik stehen unrealistische Abgabefristen, erhebliche Sicherheitsrisiken bei hochauflösenden GIS-Netzdaten sowie Unklarheiten bei den neuen Abfragen zum vorausschauenden Netzausbau. Erfahren Sie hier, welche Kernforderungen die Verbände stellen, um eine praxistaugliche und datensichere Regulierung für die Verteilernetzbetreiber zu erwirken.
Die Kernpunkte:
Die Stellungnahme befasst sich mit dem Festlegungsverfahren der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Datenerhebung für den Effizienzvergleich der Stromverteilernetzbetreiber (5. Regulierungsperiode). Die Verbände unterstützen die Weiterentwicklung zwar grundsätzlich, fordern aber dringende Nachbesserungen in drei Hauptbereichen:
- Fristverlängerung (Abgabetermin): Die Verbände fordern eine Verschiebung der Datenabgabe vom 30.04.2027 auf den 15.07.2027. Da wichtige Energiemengen (EEG/KWKG) und Jahreshöchstlasten im April noch gar nicht final testiert vorliegen, drohen sonst fehlerhafte Daten und massiver doppelter Korrekturaufwand.
- Kritik an GIS-Datenabfrage (Informationssicherheit): Die geforderte Übermittlung hochauflösender, georeferenzierter Leitungsverläufe wird aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Die Zusammenführung dieser Daten gefährdet die kritische Infrastruktur (Cyberangriffe). Falls die BNetzA darauf besteht, müssen Schutzzusagen rechtlich bindend verankert und die Daten rein zur Plausibilisierung genutzt werden.
- Vorausschauender Netzausbau & Sonderabfragen: Neue Abfragen (z.B. zu Anschlussbegehren und flexiblen Netzanschlüssen/FCA) erzeugen hohen manuellen Aufwand, bilden die tatsächlichen Kosten der Energiewende aber nicht fair ab. Die Verbände fordern eine klare Definition und einen Expertenaustausch, damit vorausschauende Investitionen im Effizienzvergleich belohnt und nicht bestraft werden.
Zusätzlich werden zahlreiche widersprüchliche Definitionen (u.a. bei Speichern, Redispatch-Zählweisen und Messlokationen) kritisiert, die im Erhebungsbogen dringend vereinheitlicht werden müssen.